Stellenwert chemisch-synthetischer Antitussiva und Expektorantien. Waisenkinder der pharmakologischen Forschung?
✍ Scribed by Peter Kardos
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2008
- Tongue
- German
- Weight
- 190 KB
- Volume
- 37
- Category
- Article
- ISSN
- 0048-3664
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✦ Synopsis
Abstract
Obwohl Husten einer der häufigsten Beschwerden ist, verfügen wir nicht über effektive und nebenwirkungsarme Medikamente zur Therapie. Falls eine kausale Therapie (z.B. Operation des Bronchialkarzinoms) nicht möglich ist, oder die eingeleitete kausale Therapie nur langsam wirkt (z.B. die Tuberkulosetherapie) benötigen wir symptomatisch wirkende Medikamente zur Linderung. Es haben sich zwei therapeutische Ansätze eingebürgert: die antitussive Therapie für den nicht produktiven Reizhusten und die protussive Therapie mit Expektorantien zur Linderung des produktiven Hustens. Chemisch definierte Antitussiva werden aus Alkaloiden des Schlafmohns abgeleitet und haben mehr oder weniger ausgeprägt die Nebenwirkungen der Morphinderivate, die Addiktionsgefahr sollte keinesfalls unterschätzt werden. Ein objektiver Wirksamkeitsnachweis für die besonders in Deutschland beliebten Expektorantien fehlt, subjektiv werden sie jedoch häufig als hilfreich empfunden.