Stand und Perspektiven der Züchtung von Raps (Brassica napus L.) mit hohem Erucasäure-Gehalt im Öl für industrielle Nutzungszwecke
✍ Scribed by Lühs, W. ;Friedt, W.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1994
- Weight
- 941 KB
- Volume
- 96
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Als eine der leistungsstarksten europaischen Olpflanzen ist der Winterraps (Erassica napus L.) von Natur aus reich an Erucasaure (C22:1), einem nachgefragten Rohstoff fur verschiedene technische und oleochemische Zwecke. Die derzeitigen Rapssorten erreichen lediglich einen C22: I-Gehalt von etwa 50 %. Durch bewahrte Zuchtmethoden, unterstiitzt durch moderne Biotechniken (z. B. ,,Raps-Resynthese" via Embryokultur in vitro, Mikrosporen-Kultur zur Erzeugung homozygoter Linien), sollte es moglich sein, Rapsstamme zu ziichten, die einen C22:l-Anteil von 60% im Samenol erreichen. (1) Mit diesem Ziel wurde ein Screening zahlreicher Raps-und Erassica-Herkiinfte im Hinblick auf hohen C22:l-Gehalt durchgefuhrt. (2) Es wurde eine HPLC-Methodik entwickelt, um die Triglycerid-Zusammensetzung erucasaurehaltiger Samenole in bezug auf das Vorkommen von Trierucin (Trierucoylglycerol) zu analysieren. (3) In Kreuzungen geeigneter Raps-Genotypen wurden uber Selbstungs-Selektionszyklen erstellte Inzuchtlinien sowie androgenetische doppelhaploide Nachkommenschaften (DH-Linien) hinsichtlich Fettgehalt und C22:l-Anteil im 0 1 selektiert. ( 4 ) Mit Hilfe einer in ovulum-Embryokultur wurden zahlreiche ,,Resynthese"-Rapsformen ('Resyn'-Linien) erzeugt, die auf die interspezifische Kreuzung von verschiedenen hoch-erucasaurehaltigen Blumenkohlen mit einem indischen dlriibsen ('Yellow Sarson') zu- riickgehen. Mit einer gezielten Charakterisierung und Nutzung ausgewahlter 'Resyn'-Linien wurde begonnen