Stabilisierung von Tetrafluorbutatrien durch Komplexbildung
✍ Scribed by Floris A. Akkerman; Dieter Lentz
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2007
- Tongue
- English
- Weight
- 130 KB
- Volume
- 119
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Tetrafluorbutatrien (1) wurde zuerst 1959 von Martin und Sharkey synthetisiert und durch IR-und 19 F-NMR-Spektroskopie charakterisiert. [1] Später kamen noch Ramanund PE-Spektroskopie hinzu. [2] Die Verbindung ist sehr instabil, sie polymerisiert noch bei À85 8C langsam und soll bei Erwärmen auf À5 8C oder Kontakt mit Luft heftig explodieren. Diese Eigenschaften haben dazu geführt, dass sich die Chemie von 1 bisher auf einige Derivate beschränkt, die Martin und Sharkey durch Addition von Brom und Chlor sowie durch Oxidation erhielten. [1] Nach der Entwicklung einer effizienteren Synthese von 1,1,4,4-Tetrafluorbutatrien gelang uns im Jahre 2002 die Bestimmung seiner Kristallstruktur und Ladungsdichte durch Hochauflösungs-Röntgenbeugung. [3] Die Handhabung des Triens ist relativ aufwändig. Einmal hergestellt, kann es nur noch unter vermindertem Druck umkondensiert oder bei À196 8C aufbewahrt werden. Diese Vorgehensweise hat während unserer Arbeiten bisher Explosionen, aber auch Polymerisation der Substanz verhindert. Da sich 1 auch in absoluten Lösungsmitteln bei Raumtemperatur innerhalb einiger Stunden zersetzt, müssen Umsetzungen, Charakterisierung usw. von Lösungen sofort durchgeführt werden.
Durch Umsetzung einer Lösung des Vaska-Komplexes ([Ir(CO)(PPh 3 ) 2 Cl]) [5] in absolutem Toluol mit 3 bis 5 ¾quivalenten 1 bei Raumtemperatur konnte zum ersten Mal ein Übergangsmetallkomplex (2) direkt aus dem freien Cumulen hergestellt werden. Das Rhodiumanalogon reagiert ebenfalls unter Bildung des 2,3-h 2 -Trien-Komplexes 3 (Schema 1). Im Jahre 1994 konnten Hughes et al. mit [IrCp*(PMe 3 )-(C 4 F 4 )] (4; Cp* = C 5 Me 5 ) die erste Koordinationsverbindung von 1 herstellen. [4] Der Cumulenligand wurde hier in der Koordinationssphäre des Iridiums durch Reduktion eines sec-Perfluorbutylliganden mit sechs ¾quivalenten Natriumnaphthalid erzeugt (Schema 2).
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