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Stabilisierung von Organosilicenium-Ionen durch intramolekulare Koordination von O-, S- oder P-Liganden

✍ Scribed by Uwe-H. Berlekamp; Peter Jutzi; Andreas Mix; Beate Neumann; Hans-Georg Stammler; Wolfgang W. Schoeller


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1999
Tongue
English
Weight
94 KB
Volume
111
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Professor Edgar Niecke zum 60. Geburtstag gewidmet Organosilicenium-Ionen, R 3 Si , sind bekanntlich sehr starke Elektrophile, die durch verschiedene Donoren stabilisiert werden können. [1, 2] Eine intramolekulare Koordination von N-Donoren ist erstmals von Corriu et al. [3] und in der Folge auch von anderen Autoren [4] beschrieben worden; sie führt zu trigonal-bipyramidalen Siliconium-Ionen. Es verwundert, daû andere Donoren in diesen Systemen bisher nicht eingesetzt worden sind. Wir stellen nun Verbindungen des Typs 1 b ± d vor, in denen erstmals Sauerstoff-, Schwefel-oder Phosphor-Donoren zur Stabilisierung genutzt werden, vergleichen diese miteinander und mit der bekannten N-Donor-Verbindung 1 a [4] und beschreiben interessante Unterschiede bezüglich Struktur und Reaktivität. Des weiteren stellen wir quantenchemische Rechnungen an Modellsystemen vor. Die Verbindungen 1 b ± d (Tabelle 1) entstehen in sehr guter Ausbeute durch Umsetzung der entsprechenden Chlorsilane (C 6 H 4 CH 2 Do) 2 Si(H)Cl [5] (Do Donor) mit Trimethylsilyltriflat (Me 3 SiOSO 2 CF 3 ) bei À 80 8C in Hexan. Sie fallen als farblose Feststoffe (1 b, d) oder als farbloses Öl (1 c) an. Das Vorliegen von 1:1-Elektrolyten in Lösung wird durch Leitfähigkeitsmessungen bestätigt. Aussagen zu Struktur und der in dieser Veröffentlichung beschriebenen Struktur wurden als ¹supplementary publication no. CCDC-114479ª beim Cambridge Crystallographic Data Centre hinterlegt. Kopien der Daten können kostenlos bei folgender Adresse in Groûbritannien angefordert werden: CCDC, 12 Union Road, Cambridge CB2 1EZ