Spontane Erregungsschwankungen des Sehfelds und elektrophysiologische Schwankungen (α-Wellen)
✍ Scribed by Ulrich Ebbecke
- Publisher
- Springer
- Year
- 1948
- Tongue
- English
- Weight
- 686 KB
- Volume
- 250
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Als spont~ne Erregungsschwankungen des Sehfeldes seien einige Beob~eh~ungen zus~mmengefaBt, die ieh seit J~hren verfolgt habe und die alle c[em Gebiet des subjektiven Sehens ~ngeh6ren. Der Beob~chter sieht da etwas, woes eigentlich nichts zu sehen gibt, im vSlligen Dunkel oder bei geschlossenen Augen ocIer auf einer g~nz gleiehm£gig belichteten oder gef/~rbten Fl~ehe. Er sieht ~lso nieht Gegenstiinde im Gesiehtsfeld, sondern innere Vorg/~nge des Sehfelds. Die Erseheinungen gehen nicht ~uf AuBenreize zurfiek, sind keine Zeichen ffir Aul~enwelt-,corg~nge, nich~ einmal wie die entoptisehen Ph~nomene fiir Struktnren und Trtibungen in den breehencten Meciien unc[ in den tier Sehzellensehieht ,corgelagerten Netzhautsehiehten, und sind daher fiir das gew6hnliehe Sehen bedeutungslos, k6nnen abet gerade darum, in cIer -con PUlCKINJE unc[ ~IEttlNG eingesehlagenen l~iehtung als Zeiehen ffir Innenvorg~inge lehrreieh sein. Die Einstellung auf sorgfffiltige genaue Beobaehtung dieser als bedeutsam gewerteten Erseheinungen ist die Voraussetzung, die zu iibende Teehnik uncI MethocIe far die Versuche, die im iibrigen wenig Apparatur erfordern. Die Beobachtung knfipft an an die Erseheinungen, disc unter dem Namen Eigenlieht oder Eigengrau der Netzhaut b e k ~t s]nd. Im absoluten I)unkel sieht das cIunkelaciaptierte ruhende Auge nicht ein Schwarz, etwa eine schwarze Tafel, auf die die ]3ilder aufgezeichnet und wieder ausgewiseht wiirden, sondern ein mittleres unaufdringliches sehwaches sehwer zu definierendes Grau, das abet bei genauerer Beobachtung recht wechselncI ist, erfiillt yon Lichtnebel, Liehtschleiern, Lichtstaub, Liehtchaos, im ganzen ein unregelmal3iges sehwankenc[es ttin und Her yon Pfinktchen und formlosen t~li~cher~. Gelegentlich zeigen sieh Kreise, die ~-on der Peripherie kommenc[ in langsamem Fortschreiten sieh znr Gesiehtfeldmitte konzentriseh verengern und yon an4ern Kreisen gefolgt werden, zuweilen i.n schwaehem griinlichem und violet~en Lichte abweehselnd, ocIer aueh bogenf6rmige Streifen, die fiber cIas Gesichtsfeld ziehen. Es shld im Gegensatz zum illusion/~ren oder vision~ren Sehen keine bestimmten t~iguren oder Muster, gebe~