Spezifische Alkylierung von Guanin, das einer Ausbuchtung von einem Nucleotid gegenüberliegt: eine chemische Sonde für DNA-Ausbuchtungen
✍ Scribed by Kazuhiko Nakatani; Akimitsu Okamoto; Isao Saito
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1999
- Tongue
- English
- Weight
- 141 KB
- Volume
- 111
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Wechselwirkungen zwischen Wirkstoffen und DNA an Ausbuchtungen von Nucleotiden (nucleotide bulges) wurden intensiv untersucht, weil die Stabilisierung solcher Strukturen durch Intercalatoren für die Zunahme von Rasterverschiebungsmutationen in der DNA verantwortlich gemacht wird. [1] Auûerdem wurde nachgewiesen, daû an RNA-Ausbuchtungen gebundene Wirkstoffe die Bindung des Tat-Proteins an die trans-aktivierende Region (TAR) verhindern. [2] Chemische Modifikationen von DNA-und RNA-Ausbuchtungen durch intercalierende und spaltende Agentien finden vorwiegend in der Nähe der Ausbuchtung statt; dies liegt daran, daû sich Intercalationskomplexe am Ort der Ausbuchtung leichter bilden als am Bindungsort des Wirkstoffs. [3, 4] Wir berichten hier, daû der chirale, DNA-alkylierende Intercalator 13R-1 ein bemerkenswerter Wirkstoff ist, der spezifisch einer Ausbuchtung gegenüberliegendes Guanin (G) alkyliert und deshalb als chemische Sonde für den Nachweis einer Ausbuchtung eingesetzt werden kann.