Spectrochemische Untersuchung des α- und β- Formylphenylessigesters
✍ Scribed by Brühl, J. W.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1896
- Weight
- 386 KB
- Volume
- 291
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Durch Wechselwirkung von Ameisenester und Phenylessigester in Gegenwart von Natrium erhielt W. W i s 1 i c e n u s zwei isomere Korper: den flussigen (a-) und den festen (p-)Forrnylphenylessigester I ) .
In einer vor Jahresfrist erschienenen Abhandlung 2, erortert der Entdeclier die Natur der Isomerie dieser hochst merkwurdig labilen und in oinander umwandelbaren Verbindungen. Er spricht die Vermuthung aus , dass hier die beiden tautomeren Formen I. CH0.CH(C,H,).C0,CeH5 II. CH(0H) : C(C,H,).CO&,H, isolirt vorliegen, von welchen die Enolform I1 dem festen Ester, seiner sauren Eigenschaften wegen , zugeschriebeu wird. In Betracht gezogen wird aber auch der Umstand, dass die Enolform in zwei stereomeren Gebilden auftreten konnte: H.C.OH H.C.OH II C2H,C0,.C.C,H5 /I CBH,.C.CO,C,H, welchen vielleicht die beiden isolirten Verbindungen entsprechen. Mit Hinzunahme der obigen Aldoform I wurden also sogar drei Isomere existeuzmoglich erscheinen. Herr W i s l i c e n u s hat mich ersucht, diesen Gegenstand einer spectrochemischen Untersuchung zu unterziehen und rnir das hierzu erforderliche Beobachtungsmaterial zur Verfugung gestellt. Von den beiden Isomeren ist nur die eine, die a-Verbindung, weil flussig, in integrem Zustande, das heisst fur sich, zu untersuchen. Die feste, 8-Modification krystallisirt nur in I) Ber. d. deutsch. chem. Ges. 2 0 , 2933 (1887).
2, Ber. d. deutsch. chem. Ges. 2s, 767 (1895).
📜 SIMILAR VOLUMES
Auffallend ist, dass der Schmelzpunkt des Esters um circa 2OU hiiher liegt, als der der zugehiirigen Saure, was sich aber wohl durch den Umstand erklart, dass die Saure bei der niedrigeren Temperatur unter Zersetzung schmilzt, wahrend der Ester wohl etwas bestlndiger ist. Die Identitiit des letztere