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Somatisches Verhalten und Nebennierenrindentätigkeit

✍ Scribed by K. Lissák; E. Endröczi; P. Meggyesy


Publisher
Springer
Year
1957
Tongue
English
Weight
509 KB
Volume
265
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Zahlreiche Beobachtungen deuten darauf hin, daß die humorale Afferentation, d. h. die affektive Tonisierung bei den rein neuralen Erscheinungen eine bedeutende Rolle spielen (siehe sexuelles Verhalten). Auf den Zusammenhang des Hypolohysen-NebennierenrindemSystems mit dem Verhalten wies als erster LI])DEL 15 hin. Es gelang ihm, bei neurotischen Ziegen im bedingten Reflexversuch die Neurose durch NN-Extrakt aufzuheben. Zur Zeit dieser Versuche waren unsere Kenntnisse in bezug auf die Natur der lqNR-Hormone und deren Rolle in der Adaptationst£tigkeit des Organismus sehr beschrgnkt.

Im folgenden soll auf Grund von Versuchen, die an Hunden mit bedingten Reflexen angestellt wurden, über den Zusammenhang der ausschlaggebenden Komponente des Verhaltens und der NNR-Funktion berichtet werden.

Methodik

Verhaltensuntersuehungen Die Experimente wurden an 20 männlichen ttunden durchgeführt, welche während der Versuchsdauer einzeln in Käfigen untergebracht waren. Die Experimente wurden immer zur gleichen Zeit, 1--2 Std vor der regelmäßigen Fütterung der Tiere, d.h. zwischen 12--16 Uhr angestellt. Wir führten die Verhaltensuntersuehungen in einer speziellen, für Versuche mit bedingten Reflexen geeigneten Schall-und Elektrizität-isolierten Kammer durch. Die Verbindung des Beobachters mit dem Tier war durch eine alternativ schaltende Mikrophon-Einrichtung gesichert. Außerdem gab es ein Fenster von 60 × 100 cm Größe, durch welches das Tier zu beobachten war, ohne daß es selber in den Untersuehungsraum h~tte sehen können.

Wir bauten an den Hunden einen bedingten Fütterungsreflex auf; beim Ertönen einer Glocke (5 sec ZeRdauer) mußten die Tiere, um zum Teller der Fütterungseinrichtung zu gelangen, eine Tür mit der Nase nach vorw~rts schieben. Die wiederholte Weiterbewegung der mit 8 Futtertellern versehenen Einrichtung besorgten wir vom Untersuehungsraum aus. Den Zeitpunkt des Schal]reizes sowie des Öffnens der Schwebetür durch das Tier registrierten wir an einem Tintenschreiber-Kymograph.

Die Tiere bekamen taglich 16 Assoziationen. Zur vollkommenen Entwicklung des bedingten Reflexes wurden nahezu 3--4 Wochen benötigt. In den folgenden 4--5 Tagen legte sich bei den Tieren der erlernte Vorgang volikommen fest; sie sprangen ohne Mahnung auf das Versuehsgestell und wiesen zwischen den einzelnen


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