𝔖 Bobbio Scriptorium
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Solanum-Alkaloide, XXXIV. 3α-Amino-5α-solanidan und dessen Umsetzung mit salpetriger Säure

✍ Scribed by Schreiber, Klaus ;Ripperger, Helmut


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1964
Weight
206 KB
Volume
672
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Eingegangen am 30. Mai 1963

Aus 3~-[p-Toluolsulfonyloxy]-5a-solanidan (1) wurde iiber 3a-Azido-5asolanidan (11) 3a-Amino-5a-solanidan (111) synthetisiert. Bei der Umsetzung dieser Verbindung mit salpetriger Saure entstanden 5a-Solaniden-(2) (VII) in 57-proz., Sa-Solanidan-3a-01 (VI) in 9-proz. und 5a-Solanidan-3P-01 (VIII) in 4-proz. Ausbeute.

In einer friiheren Mitteilung 2) berichteten wir iiber die Darstellung von 3P-Amino-5a-, 3a-Amino-5P-und 3 P-Amino-SP-solanidan sowie iiber die Umsetzung dieser Aminosteroide mit salpetriger Saure. Die Amine wurden durch Reduktion der Oxime erhalten. 3a-Amino-Sa-solanidan (111) konnte auf diese Weise nicht gewonnen werden. Seine Darstellung gelang nunmehr nach einem von BOSE, KISTNER und FARBER3) angegebenen Verfahren fur die Synthese axialer Amine. Hierbei wurde 3P-[p-Toluolsulfonyloxy]-5a-solanidan4) (I) unter WALDENSCher Umkehrung mit Natriumazid zu 3a-Azido-5a-solanidan (11) umgesetzt. Dessen Reduktion mit Lithiumalanat lieferte 3a-Amino-Sa-solanidan (111). Die Konfiguration an C-3 ergab sich auf Grund sowohl der Darstellungsweise3) als auch der molaren Rotationsdifferenzen bei der Acetylierung zu V (AM = +21.2' in Pyridin)2,5) und der Darstellung des N-[2-Hydroxy-benzylidenl-Derivats IV (AM = -130.1" in Pyridin) 2,5). 3a-Amino-Sasolanidan (111) lie13 sich im Gegensatz zur entsprechenden 3P-Amino-Verbindung2) mit Digitonin nicht fallen@.