Sir Frederick Gowland Hopkins begründet die moderne Vitaminforschung
✍ Scribed by Heinz Penzlin
- Book ID
- 101733054
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2006
- Tongue
- English
- Weight
- 248 KB
- Volume
- 36
- Category
- Article
- ISSN
- 0045-205X
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✦ Synopsis
Weniger aus ernährungsphysiologischer als aus medizinischer Sicht begann der holländische Kolonialarzt Christiaan Eijkman (1858-1930, Abbildung 1) im Jahre 1890 auf Java mit seinen Untersuchungen zur Aufklärung der Beriberi-Erkrankung, die in Ostasien jährlich viele Todesopfer forderte. Der Name "Beriberi" stammt aus dem Hindostanischen und bedeutet so viel wie "Schaf". Die Patienten zeigen einen steifen, an die Bewegung des Schafes erinnernden, watenden Gang ("Schafsgang", Abbildung 2). Betroffen sind bei der Erkrankung neben dem Nervensystem (Polyneuritis, Muskelschwäche, Krämpfe) auch das Herzkreislaufsystem (Herzhypertrophie, Atemnot, Ödeme etc.).
Ausgehend von der falschen, damals aber sehr modernen Annahme, dass die Erkrankung bakterielle Ursachen habe (Ansteckungstheorie), versuchte er, die Mikrobe durch die Übertragung von Blut Erkrankter auf Hühnchen zu vermehren. Einige Tiere zeigten auch tatsächlich polyneuritische Symptome, aber nur solche Tiere, die mit gekochtem weißen Reis gefüttert worden waren. In anschließenden Experimenten konnte er nachweisen, dass das Fehlen eines Stoffes in der beim "Polieren" abgetragenen Oberflächenschicht des Reiskorns für die Erkrankung der Tiere verantwortlich sei und dass es sich dabei nicht um ein Mineral handele. Die Funktion dieses Stoffes vermutete er allerdings fälschlicherweise darin, die toxisch wirkende hohe Stärkekonzentration im Reis zu neutralisieren (Entgiftungstheorie).
1896 bestätigte ein anderer holländischer Arzt, Gerrit Grijns, die Resultate seines Landsmannes, zeigte aber auch, dass als Ursache der Krankheit nicht ein zu hoher Stärkegehalt in der Nahrung in Frage käme. Er sah bereits das Fehlen einer komplexen, leicht zerfallenden Verbindung in der Nahrung als Ursache für die Erkrankung an. An der Suche nach dieser Substanz beteiligten sich in der Folgezeit viele Forscher, darun-
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