Schwerlösliche Kalium-Natrium-Dekavanadate Ein neues Fällungsmittel für Natrium
✍ Scribed by G. Schwarzenbach; G. Geier
- Book ID
- 102854555
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1961
- Tongue
- German
- Weight
- 531 KB
- Volume
- 44
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Seit kurzem kennen wir die in den Losungen der Alkalivanadate vorhandenen Anionen mit Sicherheit : Oberhalb pH = 14 kommt das einfache Orthovanadat-Ion vo43vor, welches bei pH = 13 ein Proton aufnimmt und in HVO,,-iibergeht, das seinerseits mit dem Pyrovanadat-Ion V,0,4-im Gleichgewicht stehtl). Bei pH = 8,2 addiert sich ein zweites Proton und das dabei entstehende H,V04-steht mit dem Trivanadat-Ion V30g3-im Gleichgewicht 3). Zudem enthalten die Losungen zwischen pH 8 und 9 noch kleine Mengen eines protonierten Pyrovanadatsz) : HV30,3-. Alle diese Losungen sind farblos und es konnen daraus farblose Orthovanadate (Me,VO,, as}, Pyrovanadate {Me,V,O,, as} und Metavanadate {MeVO,, as} auskristallisiert werden (Me = Alkali-Kation). Wir wollen diese Salze durch den Sauregrad a charakterisieren, der die Zahl der Aquivalente Saure angibt, die zum Orthovanadat hinzugefugt werden miissen, um zum betreffenden Salz zu gelangen. Die Differenz 3-a gibt die Anzahl der Alkali-Ionen pro Vanadinatom in den Salzen an. Ortho-, Pyro-und Meta-Vanadate bekommen also die Sauregrade a = 0, 1 und 2.
Wenn man mehr als zwei Aquivalente Saure pro Orthovanadat zufiigt, so werden die Losungen gelb bis rot. Die in der Literatur beschriebenen orangefarbigen Kristallisate, die aus solchen Losungen erhalten worden sind, erreichen die erstaunlich grossen Zahl von 10 Natrium-und 11 Kalium-Salzen mit a-Werten von 2,08 bis 2,784). Dieser verwirrenden Mannigfaltigkeit der Kristallisate steht eine grosse Einfachheit der Zusammensetzung der Losungen gegeniiber. Schon 1903 hatte DULLBERG 6, ein einheitliches Hexavanadat vermutet. Die Einheitlichkeit des Kondensationsgrades in schwach sauren Losungen wurde dann durch Diffusionsmessungen aus der Schule von JANDER,) bestatigt, welche ergaben, dass zwischen pH 3 und 6 die Diffusionsgeschwindigkeit des Vanadiums konstant bleibt. Aus dem numerischen Wert des Diffusionskoeffizienten D wurde auf ein Pentavanadat geschlossen. Heute wissen wir aber, dass man sich auf die dabei angewandte Gleichung von RIECKE~), wonach das Produkt D -V%(M = Ionengewicht des wandernden Teilchens) konstant sein soll, nicht
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