Schichtartig aufgebaute dendritische Block-Copolymere
✍ Scribed by Mikael Trollsås; Hans Claesson; Björn Atthoff; James L. Hedrick
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1998
- Tongue
- English
- Weight
- 181 KB
- Volume
- 110
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Der Aufbau komplexer Makromoleküle durch Block-Copolymerisation oder durch die Einführung definierter Verzweigungen hat sich zu einem intensiv bearbeiteten Gebiet in der Polymerforschung entwickelt. Dabei beruht das Interesse an solchen synthetischen mesoskopischen Systemen und Nanostrukturen auf ihren auûergewöhnlichen mechanischen und rheologischen Eigenschaften und ihrem Lösungsverhalten. Block-Copolymere bestehen aus zwei getrennten Homopolymeren, die an einer Stelle kovalent miteinander verknüpft sind. Durch gezielte Variation der Molekülarchitektur sowie der Gröûe und Zusammensetzung der einzelnen Blöcke lassen sich Materialien mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Molekülgestalten entwerfen. [1] Dadurch, daû die beiden Grundbausteine kovalent aneinander gebunden sind, verbessert sich die Mischbarkeit, und eine Phasentrennung wird auf Dimensionen von 100 ± 400 beschränkt. Auf Dendrimerbasis lassen sich perfekt verzweigte Makromoleküle erhalten, während stark verzweigte Polymere sonst weniger perfekte dreidimensionale Strukturen aufweisen. [2, 3] Die Kombination von kontrollierter Verzweigung und Block-Copolymerisation bietet neue Konstruktionsmöglichkeiten. Dendrimere wurden z. B. häufig als Kernmoleküle bei der Synthese sternförmiger Polymere mit einer definierten Anzahl von Verzweigungen verwendet. [4] Hingegen haben Fre  chet at al. [5] die Arme sternförmiger Polymere jeweils mit der Verzweigungsstelle eines Dendrimersegments (Dendrons) verbunden; auch über schichtförmig aufgebaute, segmentierte Dendrimere wurde mehrfach berichtet. [6] Arbeiten von Tomalia et al. [7 a] sowie Möller et al. [7 b±d] behandeln das schrittweise Pfropfen von Polymerbausteinen. [7] Dabei entstehen kammverzweigte (¹comb-burstª) Polymere, die auch als verzweigte Pfropfpolymere bezeichnet werden. Lineare Bausteine geringer Polydispersität dienen zur Konstruktion mehrfach verzweigter Polymere, deren Verzweigungen allerdings statistisch verteilt sind. Kürzlich wurden ausgehend von Poly(e-caprolacton) Polymere mit neuartigem Moleküldesign konstruiert, die als dendritische Sternpolymere bezeichnet werden. [8] Diese hochverzweigten Polymere [*] Dr.