Rückgewinnung der Stickstoffverbindungen aus Kartoffelfruchtwasser
✍ Scribed by Boruch, M. ;Makowski, J. ;Wachowicz, M. ;Dubla, W.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1989
- Tongue
- English
- Weight
- 478 KB
- Volume
- 33
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Es wurden die kom binierte Hitze-/Surekoagulierung, die kombinierte Ionenaustausch-/Hitzkoagulierung und die Membrankonzentrierung zur Ausscheidung der Stickstoffsubstanzen aus Kartoffelfruchtwasser verglichen. Mit jeder der genannten Methoden kbnnen etwa SO% der Stickstoffverbindungen riickgewonnen werden. Mit Hilfe der kombinierten Ionenaustausch-/Hitzkoagulierung und der Membrankonzentrierung lassen sich zusatzlich die im Kartoffelfruchtwasser enthaltenen freien Aminosiuren riickgewinnen. Die Membrankonzentrierung fiihrte zu einem EiweiBprlparat hoher Reinheit; dabei betrigt der Energieverbrauch nur ein Viertel im Vergleich zu dem anderer Methoden.
Einleitung
Kartoffelfruchtwasser als Abfallprodukt der Starkeindustrie fdlt in betrachtlichen Dimensionen an und stellt insbesondere wegen seines hohen Gehaltes an organischen Stoffen (BSB, 30000-40000 mg OJl) ein Problem fur die Umwelt dar. Seit vielen Jahren beschaftigen sich deshalb Forschungszentren in aller Welt mit der Aufarbeitung von Kartoffelfruchtwasser. Die Untersuchungen werden in zwei Richtungen gefuhrt : mikrobiologischer Abbau der organischen Verbindungen oder Ausscheidung der Stickstoffverbindungen. Beide Methoden fuhren zu einer wesentlichen Verminderung des BSB, des Abwassers.
Das etwa
5 % Trockensubstanz und davon etwa 40 % Stickstoffsubstanzen enthaltende Kartoffelfruchtwasser scheint geeignet zu sein fur eine okonomische Gewinnung der Stickstoffverbindungen. Folgende Methoden sind hierfur vorgeschlagen worden : 1. Hitzekoagulierung ; 2. Saurekoagulierung ; 3. Jonenaustauschkoagulierung ; 4. Kombinierte Hitze-/ Saurekoagulierung ; 5. Membrankonzentrierung. Mit Hilfe der thennischen Methode [3, 5 , 10, 12, 141 werden in Abhangigkeit von den angewendeten Temperatur-und Zeitparametern 32 bis 42 % Ausbeute erhalten. Bei der Siiure-[4, 5 , 12, 141 und der Ionenaustauschkoagulierung [13, 151 wurde der fur die Koagulierung erforderliche pH-Wert von 3-4 durch Mineralsauren oder mit Hilfe eines Kationenaustauschers (H+-Fonn) erhalten; dabei wurden 21 bis 32,5 % des EiweiDes gefallt. Mit Hilfe der Hitze-/Saure-Methode, bei der beide Faktoren kombiniert werden, konnten bis zu 50% des EiweiOes koaguliert werden [8, 11, 12, 141. Die Verwendung selektiv durchlassiger Membranen zur Gewinnung eines EiweiOkonzentrates aus dem Kartoffelfruchtwasser bei mindestens IOfacher Konzentrierung fuhrte ebenfalls zu einer EiweiDausbeute bis 50% [16, 171. Durch die mit dieser Ultrafiltration erreichte Konzentrierung des Saftes wird die Wlrmemenge eingespart, die bei thermischen Verfahren und bei der kombinierten Hitze-/Saurekoagulierung zur Erhitzung der grol3en Mengen verdunnten Saftes notwendig ist.
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