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Rosenöl in der Parfümerie

✍ Scribed by Führer, H.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1972
Weight
251 KB
Volume
74
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Man kennt etwa 6000 bis 7000 verschiedene Rosen-Arten. Zur Gewinnung von Rosenol sind aber nur wenige von ihnen geeignet. Die meisten Rosen sind geruchsfrei, andere sind rosig-fruchtig oder weniger riechend. Nur einige Sorten (mit einigen Varietaten) werden zur Gewinnung von Rosenol kultiviert, und zwar: Rosa damascena Mill. forma trigintipetala Dieck, aus der man das bulgarische Rosenol gewinnt und turkische Damascenerrose, hellrot-rosa bluhend, die das tiirkische anatolische Rosenol liefert. Letztere Sorte iiberwiegt bei der Kultivierung. Daneben erhalt man durch Destillation aus Rosa alba L. (bulg., turk., weide Rose), oft zusammen rnit der Damascenerrose, ferner aus Rosa centifolia L. (franzos., marokk., Centifolien-, Mai-Rose) Rosenol; aus der letzteren Sorte gewinnt man das Rosenol auch durch Extraktion.

Herkunftslander des Rosenols sind Bulgarien (Karlowo, Kezanlyk ist wohl das beste Rosenol), Frankreich (das aus der Gegend von Grasse stammende U1 ist wohl das feinste Rosenol), die Turkei (anatolisches, tiirk. Rosend, Marokko, Daddhs), UdSSR (Krim und Georgien), Italien, Griechenland, Spanien, Indien, Agypten, Israel, Persien, Syrien, USA, Algerien und Tunesien. Bulgarische Rosenarten liefern den gr6dten Anteil an Rosen-01; die rote Kezanlik Rose, Rosa damascena, steht an erster Stelle, wihrend an zweiter Stelle die weii3e Rose, Rosa alba, steht. Die weide Rose gibt ca. 4Oo/o mehr Bliiten im Vergleich zur Rose damascena, die aber auch aromatischer, narkotischer und ausgiebiger ist. Bei der Destillation von Rosa damascena (rote Rose) entsteht weniger Stearopten (nicht aromatische Substanz) als bei der Destillation von Rosa alba (weiie Rose) und weitmehr Elaeopten (aromatische Substanz). Die Qualitit des Uls von Rosa damascena ist doppelt so gut wie die des Uls von Rosa alba. Die Herkunft und die Art der Destillation spielen eine sehr groi3e Rolle fiir die Qualitat der Rosenole. Die derzeitigen Methoden zur Gewinnung von echtem Roseniil unterscheiden sich wesentlich von den friiheren Bemiihungen, diesen Duft einzufangen. Die nach neuzeitlichen Methoden gewonnenen RosenSle sind allerdings sehr teuer, denn zur Gewinnung von 1 kg Roseno1 mussen je nach Beschaffenheit der Rosenbluten etwa 1600000 bis 1 800000 Stiidr = 3800 bis 4500 kg Rosenbliiten verarbeitet werden. Die Bliiten sollen innerhalb kurzer Zeit, moglichst bei Bliitenaufgang gegen 5 Uhr, gepfliidrt und schnellstens verarbeitet werden, da sonst der Gehalt an itherischem Ul schnell abnimmt. Das .geschmolzene Gold Bulgariens", wie man dieses Roseno1 auch bezeichnet, wird mit 6200.-DM pro kg zur Zeit gehandelt. Um 1 g reines, echtes bulgarisches Roseniil zu erhalten, benotigt man etwa 2000 Rosenbliiten. Der feine zarte Duft des franziisischen Rosenols gilt als besonders wertvoll und anziehend; fur das beste, echte franziisische Roseniil (Rose de Grasse) bezahlt man bis 15000.-DM pro kg. Da der Preis sehr hoch ist, sind die Verwendungsmiiglichkeiten fur dieses Dl sehr eingeschrinkt. Franziisisches Roseniil hat beispielsweise


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