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Roll der Formiat-Dehydrogenase in „Serinweg-Bakterien”

✍ Scribed by Dr. W. Babel; Gisela Mothes


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
English
Weight
607 KB
Volume
20
Category
Article
ISSN
0233-111X

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✦ Synopsis


Abstract

Die Formiat‐Dehydrogenase (E. C. 1.2.1.2.) kommt in allen — bisher untersuchten — „Serinweg‐Bakterien”︁ vor, und sie wird induziert durch Methanol und durch Formiat auch bei Bakterienstämmen mit konstitutiver Methanol‐Dehydrogenase, obwohl der von der Formiat‐Dehydrogenase katalysierte Schritt außerhalb des Assimilationszyklus liegt.

Die Formiat‐Dehydrogenase ist bei hinreichend hoher Carbonatkonzentration im Wachstums‐medium für biosynthetische Reaktionen ohne Bedeutung. Sie ist für den Energiehaushalt dieser Bakterien wesentlich. Darauf weist hin, daß die energetisch negative Bilanz des Assimilationszyklus durch Einbeziehung der Formiat‐Dehydrogenase‐Reaktion positiver wird. Gegenüber ATP ist die Formiat‐Dehydrogenase — aus Pseudomonas methylica — unempfindlich. Da dieses Enzym mit der induktiven biosynthetischen Formyltetrahydrofolat‐Synthetase (E.C. 6.3.4.3.) um Formiat konkurriert und letzteres Enzym ATP als Substrat hat, kann ATP trotzdem das Gleichgewicht von Assimilation und Dissimilation allein via Massenwirkungsgesetz wirksam kontrollieren. Bei niedriger ATP‐Konzentration ist die bioenergetische Formiat‐Dehydrogenase begünstigt und bei hoher wird Formiat bevorzugt assimiliert. Aber wesentlicher für die Lage des Gleichgewichts scheint das NAD^+^/NADH‐Verhältnis, genauer gesagt, die NADH‐Konzentration zu sein, denn NADH hemmt die Formiat‐Dehydrogenase kompetitiv gegenüber NAD^+^ und nicht‐kompetitiv gegenüber Formiat.

NADH spielt also im methylotrophen Stoffwechsel nicht nur die für andere Ernährungstypen (z. B. aerobe chemoorganoheterotrophe Ernährung) übliche Rolle, sondern es ist außerdem Substrat für biosynthetische Reaktionen und zentrale Regelgröße.


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