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Resistenz gegenüber ASS und Clopidogrel. Diagnostik, Ursachen, Relevanz eines komplexen Phänomens

✍ Scribed by Helen Mani; Edelgard Lindhoff-Last


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2009
Tongue
German
Weight
860 KB
Volume
38
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Die Therapie mit ASS oder Clopidogrel variiert stark. Mit Hilfe verschiedener Thrombozytenfunktionstests konnte gezeigt werden, dass Subgruppen von Patienten unter ASS‐ und/oder Clopidogrel‐Therapie den erwarteten plättchenhemmenden Effekt vermissen lassen. In monozentrischen Studien korrelierte die laborchemische Non‐Response mit dem nachfolgenden Auftreten vaskulärer Ereignisse.

Der Mechanismus, welcher einer Resistenz zugrunde liegt, konnte bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht erfasst werden und scheint multifaktoriell zu sein. Die Non‐Compliance ist möglicherweise der Hauptgrund für eine ASS‐Non‐Response. Pharmakokinetische und genetische Varianten scheinen für die unterschiedliche Aktivität der Cytochrom‐P450‐Oxygenasen CYP3A4 und CYP2C19, die für die Bildung des aktiven Clopidogrel‐Metaboliten entscheidend sind, für ein mögliches Versagen der Clopidogrel‐Therapie verantwortlich.

Erste Ergebnisse von multizentrischen Studien zeigen, dass eine gesteigerte Thrombozyteninhibierung durch individuelle Veränderung der antithrombozytären Therapie bei laborchemisch nachgewiesener Non‐Response zu einer Prognoseverbesserung führt.

Es bedarf allerdings noch standardisierter Messmethoden mit einer global einheitlichen Definition einer ASS‐ bzw. Clopidogrel‐Resistenz, denn die Identifikation von Patienten mit inadäquatem Ansprechen auf eine ASS‐ oder Clopidogrel‐Therapie scheint von äußerster Wichtigkeit.