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Reges Leben in der Kälte von Schnee und Eis. Die Winterdecke von Hochgebirgsseen als Extremhabitat

✍ Scribed by Birgit Sattler; Anton Wille; Roland Psenner


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1996
Tongue
English
Weight
781 KB
Volume
26
Category
Article
ISSN
0045-205X

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✦ Synopsis


Die Winterdecke von Hochgebirgsseen als Extremhabitat

s gibt tatsachlich noch unbekannte Le-E bensraume. Teils, weil sie unzuganglich sind, teils, weil man sie fur eine Besiedelung aIs absolut ungeeignet empfand und deshalb ignorierte. Die Entdeckung, daf3 die meterdicke Winterdecke von Hochgebirgsseen der Alpen durch die Anreicherung von Mikroorganismen manchmal einen aktiveren Lebensraum darstellt ah die Wassersaule darunter, errcgte demgemai3 einiges Aufsehen. Hochgebirgsseen sind in der Regel kalte, nahrstoffarme Gewasser mit extremen physikalisch-chemischen Bedingungen: 0 enorme W-Strahlung im Sommer, 0 lange dunkle Phasen vahrend der Eisbedeckung im Winter, 0 C0,-Ubersattigung und Sauerstoffzehrung unter Eis, 0 Saureschiibe bei Starkregen und Schneeschmelze. Wahrend man aber bisher die Winterdecke alpiner Seen, die bis zu drei Meter dick sein und bis zu zehn Monate andauern kann, als rein physikalische Barriere ansah, zeigten Limnotogen aus Barcelona und Innsbruck [Z], daR sie einen extremen Lebensraum darstellt, der sich in vieler Hinsicht von der Freiwasserzone des Sees unterscheidet. Obwohl sich Paral-Ielen zum polaren Meereis aufdrangen (Tabelle I), ist dieser Lebensraum von ganz spezifischen Bedingungen gepragt.

Jedes Jahr ein neuer Lebensraum

Die Winterdecke der Hochgebirgsseen in den Alpen und Pyrenaen beginnt normalerweise mit der Ausbildung einer mehrere Zentimeter Limnologe bei der Entnahme eines Eiskerns.