Reaktionsfähigkeit von Halogen-kohlenwasserstoffen, I.: Umsetzungen mit α- und β-Brom-naphthalin
✍ Scribed by Loevenich, Joseph ;Loeser, Arnold
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1927
- Weight
- 531 KB
- Volume
- 60
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Es ist eine bekannte Tatsache, daR sich das im Benzol-Kern befindliche Halogen, sofern keine weiteren Substituenten vorhanden sind, nur auRerst schwierig gegen andere Atomgruppen austauschen la& vor allem nur bei Anwendung hohen Druckes und entsprechender Katalysatoren und selbst dann noch mit sehr schlechter Ausbeutel). Wahrend die Reaktionsfahigkeit des Brom-benzols nach allen Seiten untersucht wurde, liegen uber das Verhalten der Halogenverbindungen mit kondensierten Benzol-Kernen, wie a -B r o n i -n a p h t h a l i n , nur wenige Literatur-Angaben vor. Diese Reaktionen zu vervollstandigen, haben wir in der vorliegenden Arbeit versucht.
Zunachst untersuchten wir die
o s e n m u n d und S t r u c k arbeiteten bei der Herstellung aromatischer Nitrile zur Erlangung hoher Temperatur in geschlossenem GefaR ; dagegen versuchten wir unter Umgehung des Rohres, das die Verwendung nur ganz geringer Substanzmengen gestattet und das infolge des aul3erordentlich hohen Druckes und der stark alkalischen Reaktion fast immer zertriimmert wird, die ungefahr gleiche Temperatur durch Verwendung einer geeigneten, hoch siedenden, indifferenten Fliissigkeit, des Glykols, zu erreichen. Wahrend es nun auf diesem neuen Wege gelang, durch Erhitzen von a-Brom-naphthalin niit Kaliumcyanid in Glykol-Losung diea-Naphthoesaureineiner Ausbeutevon 15.77, neben46.6% N a p h t h al i n zu erhalten, konnten wir die Bildung der Benzoesaure aus Bronib enz ol unter sonst gleichbleibenden Bedingungen nicht nachweisen. Hier zeigt sich also ein auffalliger Unterschied in dem Verhalten von Halogenbenzol und Halogen-naphthalin gegen Kaliumcyanid, dessen Ursache vielleicht in einer lockereren Rindung des Halogen-Atoms im Naphthalin-Kern zu suchen sein durfte. Aromatischen S a u r e-a ini d e n gegeniiber verhielt sich x-Brom-naphthalin verschieden; mit Benzamid bildete es 51.4?/0 B e n z -a -n a p h t h a l i d , mit Salicylamid trat aber unter sonst gleichbleibenden Bedingungen kejn Salicyl-r-naphthalid auf. Anders verhielt sich nach I r ni a Go 1 d b e r g 3, das Rroni-benzol, das mit diesen beiden Amiden beinahe gleiche Umsetzungen von ca. 5074 ergab. Bei der Einwirkung von X a t r i u m a c e t a t auf a-Brom-naphthalin bei Gegenwart eines Katalysators konnten wir IZ % a -N a p h t h o l gev. mnen, wahrend R o s e n m u n d und Harms4), die Entdecker dieser Reaktion, auf demselben Wege und unter ahnlichen Bedingungen aus Brom-benzol 50 yo Phenol erhielten. Um nun einen Vergleich zwischen d e r R e a k t i o n s f a h i g k e i t v o n a -u n d P -B r o m -n a p h t h a l i n anstellen zu konnen, haben wir noch die Uml) U l l m a n n und R o s e n m u n d ,
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