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Reaktionen mit Mikroorganismen. 12. Mitteilung. Die Stereospezifizität der Reduktion der Doppelbindung in (±)-Δ4-9-Methyl-octalindion-(3,8) mit Curvularia falcata

✍ Scribed by W. Acklin; V. Prelog; B. Serdarević


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1963
Tongue
German
Weight
286 KB
Volume
46
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


zum 60. Geburlstag gewidmet (2. 1X. 63) 12. Mitteilungl) In der 1. Mitteilung dieser Reihe2) wurde erwahnt, class bei der mikrobiologischen Reduktion von ( f )-d4-9-Methyl-octalindion-(3, 8) rnit wachsenden Kulturen von Curvularia fulcata (TEHON) BOEDI J N neben zwei diastereomeren d4-8-Hydroxy-9methyl-octal-3-onen ein gesattigtes Hydroxyketon als Kebenprodukt entsteht, dessen Konstitution und Konfiguration damals wegen Materialmangels nicht aufgeklart werden konnte. Bei der Wiederholung der erwahnten mikrobiologischen Reaktion rnit grosseren Mengen des Ausgangsmaterials erhielten wir geniigend gesattigtes Hydroxyketon, um dies nachholen zu konnen. Ein Vergleich der 1R.-Absorptionsspektren zeigte, dass die Verbindung rnit keinem der bisher beschriebenen isomeren Hydroxydekalone niit Sauerstoff-Funktionen am C-1 und C-63)4)5) identisch ist. Die Oxydation mit Chrom(V1)-oxid lieferte ein gesattigtes Diketon, welches durch Vergleich mit einerri authentischen Praparat als (9S)-9-Methyl-cis-dekalindion-(l, 6) (111) identifiziert wurde. Die Reduktion des Carbonyls im gesattigten Hydroxyketon nach WOLFF-KISHNER fuhrte zu einem Methyldekalol, das durch Oxydation rnit Chrom(V1)-oxid das linksdrehende (10s)-10-Methyl-cis-dekalon-(2) (V) ergab. Die Konstitution und Konfiguration des letzteren folgt aus der Identitat seines 1R.-Absorptionsspektrums mit demjenigen des bekannten, enantiomeren, rechtsdrehenden (10R)-10-Methyl-cis-dekalons-(2) ")"). Es sitzt demnach die Hydroxyl-Gruppe in dem als Zwischenprodukt erhaltenen (10s)-10-Methyl-cis-dekalol am C-2, und im gesattigten Hydroxyketon am C-6. Es handelt sich offenbar um Verbindungen rnit (2s)-bzw. (6S)-Konfiguration, da das 1R.-Absorptionsspektrum des (lOS)-lO-Methyl-cis-dekalols-(2) (IV) verschieden ist von demj enigen der diastereomeren Verbindung mit trafis-Stellung des Hydroxyls am C-2 und des Methyls am C-10, welches fruher von


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## Abstract (±)‐Δ^4^‐9‐Methyl‐octalindion‐(3,8) (I, II) gibt bei der Umsetzung mit wachsenden und «ruhenden» Kulturen von __Aspergillus niger__ VAN T. alle vier theoretisch möglichen Δ^4^‐8‐Hydroxy‐9‐methyl‐octalone‐(3) (III–IV). Die Enantiomeren mit (9__S__)‐Konfiguration und besonders das bisher