Quantitative Bestimmung von organischem Stickstoff mit Natriumperoxyd
✍ Scribed by Fritz von Konek; Arthur Zöhls
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1904
- Tongue
- English
- Weight
- 360 KB
- Volume
- 17
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Geh.Prof. Dr. Beckmann: Die Anregungen •des Herrn Dr. Hesse sind sehr wertvolle. Aber auch die Analyse des Weins läßt sich weiterbilden. Die Anwendung physikalisch-chemischer Methoden, wie die Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeit des event. entgeisteten neutralisierten oder sonst geeignet modifiziertenWeines, liefert neue Konstanten, welche mehr besagen als z. B. das spezifische Gewicht. Die innere Reibung vermag ebenfalls näher zu charakterisieren. Die subjektive Prüfung der Zungenprobe könnte man in eine objektivere verwandeln durch Anwendung von Mikroorganismen. Dieselben sind sehr empfindlich gegen kleine chemische Einflüsse und Unterschiede. Selbst stereoehemische Unterschiede (Rechts-, bezw. Linksdrehung) machen einen Einfluß geltend. Auch größere Lebewesen verhalten sich spezifisch gegen Chemikalien wie aus den Versuchen zur Verbesserung der Fabrikabwässer bekannt ist. Weiterhin wäre die Geruchsprobe und Geschmacksprobe durch die vor Jahren leider etwas diskreditierte sog.Neuralanalyse etwas objektiver und charakteristischer zu gestalten. Prof. Delbrück fragt an, wie weit man in der produktiven Arbeit gekommen sei, nicht den Wein im Keller, sondern vorher in der Traube, d. h. durch Sorten wähl, Kultur und Düngung des Stockes zu verbessern. Das Brauereigewerbe verfahre so, daß es durch die Kultur der Gerste den Eiweißgehalt dieser herunterdrücke und zugleich den Stärkegehalt, entsprechend dem Zucker der Traube, heraufsetze. Dr. Möslinger: Die Anregung des Herrn Vorredners berührt einen Gegenstand, dem die Fachleute ihr unausgesetztes Interesse zuwenden. Allein selbst wenn, was ich zunächst nicht zu hoffen wage, ein geeignetes Verfahren irgend welcher Art gefunden würde, so würde bei der riesigen Zersplitterung der Weinbaubetriebe und weil gegen drei Vierteile des deutschen Rebbaues für die Verbesserung im Sinne des Vorredners in Betracht kämen, eine sehr lange Zeit bis zur einigermaßen vollständigen Durchführung vergehen, und wir würden also noch auf lange Zeit hinaus auf die bisherigen Methoden am Weine selbst angewiesen bleiben. Übrigens beziehen sich die Ausführungen meines Vortrags nur auf geringe, verbesserungsbedürftige Weine. Einen wie vorzüglichen, ganz zweifelfreien Tropfen man in deutschen Landen findet, das werden Ihnen, meine Herren, Ihre praktischen Studien übermorgen in Dürkheim beweisen. ' Geh. Prof. Dr. Beckmann teilt mit, daß in Amerika umgekehrt wie in Deutschland dahin gestrebt wird, dem Säuremangel der zuckerreichen Moste abzuhelfen, und fragt an, wie es mit den möglichen Kompensierungsversuchenzum internationalen Ausgleich solcher Mängel in der Praxis steht. Dr. Möslinger: Ein solcher Versuch würde unzweifelhaft zahlenmäßig zum gewünschten Resultate führen, ihm stehen jedoch als gewichtige Gründe entgegen einmal die Rücksicht auf die ökonomische Lage unserer deutschen Winzer, die die Erleichterung der Einfuhr südlicher Weißweine verbietet, und ferner, was weintechnisch bedeutsam, daß es nicht angeht, den einzigartigen Charakter unserer Weißweine, insbesondere unserer rheinischen Weine, auch im weiteren Sinne dieser Bezeichnung, durch Verschnitt mit ganz anders geartetem Südwein zu zerstören.
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Jedenfalls ist die Bildung eines solchen Nitroderirates aus Petroleum eine sehr iiberraschende Thatsache. Die Petroleumquellen des Kaukasus zeigen eine wecbselncie Zusnmmensetzung j e nacb der Oertlicbkeit. C'nsere Reobachtungen beeiehen sich auf die Quelle der HH. v. R e n k e n d o r f f , welche