Purinoxydierende Fermente aus Schimmelpilzen, III. Mitteil.: Zur Kenntnis der Alternaria- Uricasen
✍ Scribed by Franke, Wilhelm ;Taha, Ezz-Eldin M.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1952
- Tongue
- English
- Weight
- 662 KB
- Volume
- 85
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
F r a n k e . Taha 914 143. Wilhelm Franke und Ezz-Eldin M. Taha: Yurinoxydierende Fermente aus Schimmelpilzen, 111. Mitteil. : Zur Henntnis der Alternaria-Uricssen") [Aus dem I b t i t u t f~ Garungswissenschaft und Enzymcheniie an der Universitiit KBln] (Eingegangen am 13. April 1952) Wkihrend die Uricase aller bisher untersuchten Alternaria-Arten und -Stiimme Harnsaure unter Aufnahme eines Atoms Sauerstoff zu Allantoin oxydiert, vermittelt das Ferment eines agyptischen A l t e r n a r i a tenuis-Stamms (VII)la)als einziges die dopplte Sauerstoffaufnahme. Als Zwischenprodul~t l&St sich auch in diesem Falle Allantoin nachweisen, das unter NH,-Abspaltung hochstwahrscheinlich zu Oxonshre (Allantoxansailre) weiter oxydiert wird.
In der I. Mitteilungl) dieser Reihe war bereits erwiihnt worden, da13 Ferment-Losungen aus einem deutschen A l t e r n a r i a tenuis-Stamm (V1/l)la) HarnsBure in ein Produkt uberfiihren, das die rote Farbreaktion von R. F o s s e u. V. Bossuytz) gibt und das einstweilen mit Vorbehalt als A l l a n t o i n angesprochen wurde, obwohl es nach der geringen Spezifitat dieser Reaktion aueh Uroxansaure oder Oxyacetylen-diurejn-carbonsaure sein konnte. Dagegen war bei der Wirkung des Ferments aus einem iigyptischen A l t e r n a r i a tenuis-Stamm (VII)1 ), ?as als einziges die Aufnahrne von zwei Atomen Sauerstoff pro Harnsiiuremolekiil katalysiert (,,Ukase II"), diese Farbreaktion negativ ausgefallen, und zwar gleichermafien bei 0,-Aufnahmen, die etwa lls, Nachdem in der 11. Mitteilung3) die quantitative Verfolgung der Uricolyse am Aspergillus-Ferment ausgearbeitet worden war, sollte in der vorliegenden Arbeit eine Klarung der Verhliltnisse bei den beiden Ferment-Typen von A l t e r n a r i a erfolgen, die fruher kurz als ,,Uricase I" und ,,Uricase 11" bezeichnet worden waren.
1. ) ,,Uricase I"
Da nach den Ergebnissen der vorangehenden beiden Mitteilungen , ,TJricase I" aus Aspergillus und aus A l t e r n a r i a in ihren Eigenschaften und ihrem Wirkungsmechanismus weitgehend ubereinstimmen. war eine solche Ubereinstimmung auch fur den Chemismus der Enzymreaktion zu erwarten. a) V e r h a l t n i s v o n 0,-Aufnahme, H a r n s a u r e -A b n a h m e u n d All a n t o i n -B i l d u n g : I n der folgenden Doppel-Abbild. l sind, wie friiher ahnlich bei Aspergillus fumigatus, fur gereinigte Ferment-Losungen aus A1 t e rn a r i a t e n u i s V I / l und A l t e r n a r i a s o l a n i VI/1 die Werte fur 0,-Verbrauch, verschwundene Harnsaure und gebildetes Allantoin zu bestimmten Versuchszeiten dargestellt . tage. /2 und 2/3 des theoretischen Endwerts betragen hatten. *) Herrn Geheimrat Professor H. W i e l a n d in dankbarer Verehrung zum 75. Geburjs-1) W. F r a n k e , E. M. T a h a u. L. Krieg, Arch. Mikrobiol. 17, 255 [1952]. *a) Herkunft und Bezeichnungsweise der Stgmrne (VI/l, VII usw.) ist die in der I. Xtteil. angegebene. 2) Compt. rend. Acad. Sciences 188,106 [1929]. W. F r a n k e u. L. K r i e g , B. 85, 779 [1952]. 4) Zwischen Oxyacetylen-diurein-carbonsaure und UroxansLure kann allerdings allein auf Grund des R Q (= 0) nicht unterschieden werden. Hierzu miil3te u.U. eine NH,-Gruppen-Bestimmung herangesogen werden (vergl. F. W. K l e m p e r e r , Journ. biol. Chem. 160, 111 [1945]).
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