𝔖 Bobbio Scriptorium
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Pseudomaximaler Nettoentzug von osmotisch freiem Wasser während der Harnkonzentrierung bei hypertoner Mannitdiurese

✍ Scribed by D. P. Mertz


Publisher
Springer
Year
1966
Tongue
English
Weight
966 KB
Volume
290
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Eingegangen am 25. Januar 1966 Zusammen/assung. W~hrend Hydropenie werden an I~'eis]aufkompensierten Patienten mit unterschied]ieh ausgeprggter essentieller Hypertonie und an nierengesunden normotensiven Kontrollen die Effekte, die intravenSse Infusion yon 5% Kochsalzl5sung bzw. yon 10--12,5°/0 MannitlSsung auf die Rfickgewinnung yon osmotiseh freiem Wasser (T~H~O) beim Itarnkonzentrierungsvorgang ausfiben, mit-ein~nder verglichen. Mit zunehmender KochsMzdiurese strebt T~t&o keinem Maximum zu, sondern steigt bei einer osmolMen C]earance (Costa) yon mehr als 20 ml/min und 1,73 m ~ K6rperoberfl~che progressiv mit Corm fiber die bei vergleichbarer Mannitdiurese erzielten Maximalwerte an. Obgleieh sieh bei Patienten mit aus-gepr~gter essentie]ler Hypertonie funktionelle StSrungen im Natriumstoffweehsel distaler Nephronabschnitte finden kSnnen, reagieren solche Probanden, solange die Nierenfunktion nicht nennenswert eingesehr~nkt ist, in dieser Beziehung quMitativ gleich wie gesunde Personen. Der progressive Anstieg von T~g~0 mit zunehmender Koehsalzdiurese ist aueh bei Werten yon Co~, die 25 bis 30 ml/min fibersehreiten, nachweisbar. Hierbei kann wghrend hypertoner Mannitdiurese bereits eine Tendenz zur Verminderung yon T~I~O auftreten. Bei nierengesunden normotensiven und Ieieht hypertensiven Personen erreicht T~It~O Werte in der GrSgenordnung yon 9 ml/min, wenn Costa 30 ml/min, jeweils bezogen auf 1,73 m 2 KSrperoberflgehe, tibersteigt. Einen eigentliehen MaximMwert ffir T~H,O bzw. eine maximale Begrenzung des aktiven Natriumtransportes in das Nierenmark scheint es demnach beim gesunden 3/[enschen und bei Patienten mit essentieller Hypertonie nicht zu geben. Es wird angenommen, dag es sieh bei dem w~ihrend hypertoner 5lannitdiurese zu messenden Tm-Wert um ein ,,Pseudomaximum" handelt. Die Ergebnisse werden im Hinbliek auf den Aussagewert you T~H~O bei St6rungen der Harnkonzentrierung diskntiert.