Prüfung und Wertbestimmung der Desinfektionsmittel
✍ Scribed by Dr. E. Haller
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1923
- Tongue
- English
- Weight
- 978 KB
- Volume
- 36
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Hailer: Priifuug und Wertbestimmung der Desinfektionsmittel 423 Dabel kam ihm die Arbeitszeit, die er bei A. W. H o f m n n n verbracht hatte, gut zustatten. Im Jahre 1875 hatte GrieB den ersten Azofarbstoff, das Chrysoin, entdeckt. lhm folgten bald die beiden Orange von G r i e S und K o u s s i n (1876). Alle diese drei Farbstoffe gingen von der Sulfanilslure aus, die diazotiert und mit Rescrcin oder den Naphtholen gekuppelt wurden. Kurze Zeit darauf berichtete nun A. W. H o f m i i n n (Ber. 10 [1877] S. 1378) iiber einen neuen FarbstofF, der sich als die Verbindung iron diazotiertem Anilin mit a-Naphtholsulfosiiure-Scheffer erwies. Angeregt diirch tliese Arbeiten stiirzte sich l i a u m :iuF das neue Gebiet, und seineni FleilS wie seiner Geschicklichlieil yelang es, die beiden ,I-Naphtholdisulfosluren K untl G zu entdecken, die fiir die Wollfarbenindustrie von grundlegender 13edeutung waren. (iestiitzt ;iuf seine Arbeiten ineldeten die Farbwerke mi 24. 4. 1878 ihr erstes D.R.P. 3229 K1. 32 (Friedlander I. 377) an, dos zitgleicli eines der ersten tleutschen Azopateiite iiberhaupt darstellt. Ns beii~i~prucht die Gewinnung und Trennung der ,B-Naphtholdisulfo-, sliireii K und G und die aus ihnen entstelienden Azofarbstoffe HBchster Ponceaii I<, 1111, ci, Bordeaux R und G, sowie Orangegelb und Aninranth. I bieses Patent erwies sich den Farbwerken als ein wertvoller Besitz, denn die in ihm beschriebeuen Farbstoffe ubertrafen nlle vorhandenen roten Wollfarbstoffe bei weitem an Schiinheit und Echtheit. Sie wiirden in groBetn Umfange von tler Praxis aufgenommen und verdriirigteii in kurzer Zeit die Cochenille und Orseille vollstlndig aus cler I'iirberei. Ebcnso weittragend aber war die Bedeutung dieses kitentes fiir die Entwicklung des gesainten Gebietes der Azofarbstol'fe, Man lernte die durch die H o I ' m a n n sche llmlagerung erzeugten liiiheren Iloiiiologen des Anilins bereiten und erkannte zuin ersten Male die technische Redeutung der Sulfosauren des ,:-Naphthols. Darnit witrtle eine iiberaus friichtbare Bearbeitung des ganzen Naplithalingebietes ei iigeleitet. lMd, a m 3. 12. desselben Jnhres, schlol3 Bauni eiiien Zusatz
Nr. 7217 an, nach welchem diazotierte Verbindungen der Phexiole iind Naplithole samt deren Ather niit den I)isulfosanren des P-Naphthols gekuppelt werden. Auch auf diesen Zusatz baute sich eine Rcihe v o n Azofarbstoffen auf, wie das A n i s i d i n p o n c e a u (Coceinin) aus o-Anisidin und R-Saure und das K r e s o l r o t ( C o c c i n i n B ) aus Amitlop-kresolriiethylltl~er nnd R-Saure. SclrlieBlich ist nocli das D.K.P. 36491 hierher zit ziihlen, das sich auf die Reindarstellung des G-Salzes bezieltt. M i t Hilfe dieser gereinigten G-Siiure (oder ;,-Saure) wurden I < r i s t a l l s c h a r l a c h 6 R, H r i l l a n t p o n c e a u 4 R uncl N e u c o c c i n e O (Citclienillerot A) aus Naphthionslure dargestellt. Einer Anmeldung, die sich aitf die Trennung zweier (L-Naphtholsitlfosluren und auf Gewinnung von Parbstoffen dariius brzieht (I{ 4197 v. 30. 6. 1883), wurde die Erteilung des Patentes versagt. Dasselbe Geschick hatte die Anmeldung B 4198 voin selben Tage, das die Darstellung einer einheitlichen ~Naphtlioldisulfos~iire nus der S c h e ff e r schen Monoslure vermittels Kaliumpyrosulfat bezweckte (= Engl. 1'. 2523/1883). Eine eigentiimliche lieaktion liegt dem am 3. 7. 1883 angerneldeten Patent 27 948 zugrunde. Ijanach erhllt miin gelbe bis I)fiiune Farbstoffe, wenn inan PettstsBurennliydride mit nrom. Hasen? M ie salzsaurem Anilin, Toluidin, Xylidin IISW. ini geschlossenen Ge-I'iill kondensiert. Diese Farbstoffe sind als Cliinolinderivate iinzi1sprechen. .Verwendet man dagegen aroni. YBureanliydride, z. 13. p-Nitrobetizoesiiureanhydrid, so erhalt man griine TriphenylmethnnabkBmnilinpe. Keine der beiden Reaktionen kain fiibrikm2Wig zur Ausfiilirung. Kurz nachdem die Farbwerke in eine Aktiengesellschaft iim- gewandelt worden waren, trat E a u m aus der Firma freiwillig aus, rim eine Stelle als Direktor in der Anilin-und Farbenfabrik des V e r e i n s d e r c h e m i s c h e n F a b r i k e n i n M a n n h e i n i anzunehmen. I:is zum Jahre 1588 wirkte er dort mit den1 gleichstrebendeii O t t o N. W i t t zusamrnen. In diese Zeit fiillt eine Keihe von deutschen Reichspatenten, die sich auf den verschiedensten Gebieten bewegten. %Iinichst beschiiftigte er sicli mit der Darstellung von Natriurnpyrosulfat, das er durch Erhitzen von Risulfat iiii V a k u u m zu gewinnen
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