Prüfung der im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae
✍ Scribed by Edmund Praël
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1885
- Tongue
- English
- Weight
- 992 KB
- Volume
- 223
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Die in den beiden vorliegenden Abhandlungen referirten Resultate meiner Untersuchungen lassen sich kurz in Folgendem zusammenfassen :
I. Neben den eigentlichen Belladonna-und HyoscyamusalkaloTden findet sich das in Wasser 16sliche B i l i n e u r i n oder C h o l i n C6H15N02 sowohl in der Belladonna als im Hyoscyamus vor.
- Die Menge der ersteren betragt fur Extractum BeIladonnae ca. 1,s Proc., fur Extractum Hyoscyami ca. 0,5 Proc. ; die des letzteren Wr Extr. Belladonnae ca. 1,0 Proc., fiir Extr. Hyoscyami ca. 0,3 Proc.
III.
Die in alkalischen Lasungen des Extractum Belladonnae auftretende Fluorescenz wird durch die in allen Theilen der genannten Pflanze sich findende Chrysatropasaure ClaH O 0 bedingt. IT. Neben der letzteren kommt noch in geringer Menge Leukatropastiure C17H3205 Tor. V. Im aus E r u t bereiteten Belladonnaextract tritt normale Bernsteinsaure bis zu 0,6 Proc. auf. L e i p z i g , Ende Juli 1885.
Priifung der im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. Von Edmund Prael, stud. pharm., Gottingen. Auszug vom Verfasser aus der Bearbeitung der Preisaufgabe der Hagen-Buchholz -Stiftung fur 1883/84. Die grossen Verschiedenheiten nicht nur zwischen den einzelnen Handelssorten, sondern selbst innerhalb ein und derselben Handelssorte , ja ein und derselben Zufuhr des Copaivabalsams treten schon bei obeflichlicher Betrachtung in den physikalischen Eigenschaften hervor und sind in der That so erheblich, dass der Unkundige kaum geneigt sein dkfte, zwei ihm vorgelegte , extrem gewahlte Proben des Balsams fiir dieselbe Droge anzusehen. Schwankt doch die Farbe des Copaivabalsams zwischen hellgelblich ohne jede Fluorescenz und gelbbraunlich mit erheblicher Fluorescenz , das specifische Q-ewicht zwischen 0,915-1,0, dementsprechend auch die mehr oder minder grosse Dickfliissigkeit , von der verschiedenen Laslichkeit und dem Verhalten zu chemischen Agentien hier ganz zu schweigen. Fiir die Arbeit wurden die beiden ohne Zweifel wichtigsten und von den deutschen Drogenhiusern ausschliesslich gefiihrten Handelssorten des Bals. Cop. Maracaibo und Para bezogen, in mehreren Proben, und zwar Maracaibo in 5 Proben aus 3 verschiedenen Quellen (Gehe & Co.-Dresden; Schmidt & Dihlmann -Stuttgart; Rump & Lehners-Hannover), Para in 3 Sorten Ton denselben 3 Hausern; sonstige Handelssorten besorgten Rump & Lehners vom Hamburger Drogenmarkt , und zwar je eine Probe Bahia, Cartagena, Maturin, sowie Angostura, diesen letztern als rohe Naturwaare und geklkrt. -Die Untersuchung wurde noch ausgedehnt auf den sogen. Gurjunoder Gardschan -Balsam , Balsam. Dipterocarpi , englisch ,,Woodoil" (,,Holziil") genannt. Dieser Balsam hat besonders in den letzten Jahren eine erhiihte Wichtigkeit dadrxrch erlangt , dass er vielfach als Verfalschungsmittel des Balsam. Copaiv. dienen SOU, ja sogar als Substitut desselben , wenigstens insofern, als das aus ihm abdestillirte Oel als Copaivaiil imd seine Harzsiiure als Copaivasaure im Handel sind. Beziiglich der Siiure durfte dieses noch eher zu rechtfertigen sein , als bezfiglich des Odes, da die Gurjunsiiure wenigstens der Metacopaivasaure sehr nahe steht, wenn nicht init ihr identisch ist, und andererseits die im Handel unter der Bezeichnung Copaivaund Metacopaivasaure vorkommenden Substanzen nach Brix einander gleich sind. Dagegen zeigt das GurjunSl, wennschon es nach Werner a den1 Copaivaal isomer ist, doch z. B. in Geruch und chemischem Qerhalten nicht uncrhebliche Abweichungen. Bexiiglich dieses Balsams sei hier kurz erwiihnt, dass er in Siidasien, vorziiglich Hinterindien und Cochinchina, sowie auf Java von zahlreichen Dipterocarpus -Species in ahnlicher Weise, wie der Copaivabalsam gewonnen wird. Der Einfachheit halber wurdeii zwei von Crehe & Co. , bez. Rump & Lehners bezogene Proben dieses ,,Ostindischen Copaivabalsams" (wie der Dipterocarpusbalsam etwas euphemistisch hlufig genannt wird) unmittdbar in Anschluss an die eigentlichen Copaivabalsame besprochen. Die untersuehten Sorten sind demnach folgende (die Bemerkungen stammen aus dem Begleitschreiben der betr. Firma): I. E i g e n t l i c h e Copaivabalsame: 1) Maracaibo I (von Gehe Q Go.) 2) Maracaibo I1 (von Schmidt & Dihlmann) ,,filtrat." 1) Chem. Centralblatt XII. (1881) No. 44. 2) Referat uber Wei-ners Arbeit im Chem. Centralbl. 1862, S. 282.
📜 SIMILAR VOLUMES
Alis der vorstehenden Untersuchung ergiebt sich, dass die Mutterlauge der Soole von Kiinigsborn durch die nlasse der darin enthaltenen leichtloslichen Chlorverbindungen nicht nur, sondern auch durch einen verhiiJtnissmZssig sehr ansehnlichen Gehalt yon Brom U R ~ auch an Jod in ruedicinischer Kiicks