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Protonenresonanzspektren von Pteridinen V. 2-Amino-4-oxo-3,4-dihydropteridine

✍ Scribed by A. Dieffenbacher; R. Mondelli; W. v. Philipsborn


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1966
Tongue
German
Weight
1023 KB
Volume
49
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Bei der Anwendung der Protonenresonanzspektroskopie auf Strukturprobleme in der Pteridinchemie haben wir gezeigt, dass diese spektroskopische Methode in der vorliegenden Stoffklasse haufig zu raschen und eindeutigen Strukturaussagen fuhrt. Insbesondere ergibt sich hierdurch eine wertvolle Erganzung zu den Ergebnissen der UV.und 1R.-Spektroskopie, Die geringe Anzahl von chemisch nichtaquivalenten Protonen liefert iibersichtliche und haufig vollstandig interpretierbare Kernresonanzspektren. Am Beispiel der Untersuchung von Erythropterin [2] konnte gezeigt werden, dass auch im Falle von Tautomerieproblemen eindeutige Strukturen zugewiesen werden konnen, wenn man sich auf die chemische Verschiebung der NH-Protonen in aprotischen Losungsmitteln stutzt. Die bisherigen Ergebnisse haben uns veranlasst, die Protonenresonanzspektren von Pteridinen systematisch zu untersuchen. Die Literatur weist bisher nur eine solche Studie auf, welche die chemischen Verschiebungen in methylsubstituierten Pteridinen beschreibt [3]. Von besonderer Bedeutung fur die in der Natur vorkommenden Pteridine sind jedoch in 2und 4-Stellung durch Stickstoff bzw. Sauerstoff substituierte Verbindungen. Die hier vorgelegte Arbeit behandelt deshalb zuerst Derivate des 2-Amino-4-0~0-3,4-dihydropteridins (Pterin), wahrend in einer spateren Mitteilung iiber die Ergebnisse an substituierten Xanthopterinen und Isoxanthopterinen berichtet wird. Da in diesen Pteridinderivaten meist mehrere Protonen leicht austauschbar sind, ist die Wahl des Losungsmittels fur das zu erwartende Spektrum von grundlegender Bedeutung. Von den aprotischen, polaren Losungsmitteln zeigten nahezu samtliche fur die Protonenresonanz geeigneten Vertreter (CD,SOCD, , CD,CN, Sulfolan, AsC1, sowie ahnliche LEWIS-Sauren) ein zu geringes Losungsvermogen. Die fur Messungen bei einer Magnetfeldstarke von 23,4 kGauss (100 MHz) benotigte Mindestkonzentration von 5 10-3-1 . 1 0 ~~~ konnte bei Zimmertemperatur nicht erreicht werden. Die bereits fruher von uns zur Messung von Pteridinspektren verwendete Trifluoressigsaure erwies sich hingegen als ein ausgezeichnetes, allgemein anwendbares Losungsmittel, aus dem die Verbindungen in der Regel unzersetzt zuriickgewonnen werden konnen. Allerdings bewirkt die grosse Saurestarke von CF,COOH (KO = -4,4) [4],


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