Protective Groups in Organic Synthesis. 2. Auflage. Herausgegeben von T. W. Greene und P. G. M. Wuts. Wiley, Chichester. 1991. XVI, 473 S., geb. £47.50. — ISBN 0-471-62301-6
✍ Scribed by Horst Kunz
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1992
- Tongue
- English
- Weight
- 160 KB
- Volume
- 104
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Im ersten Kapitel des Buchs befaBt sich Noszal rnit den Saure-Base-Eigenschaften von Bioliganden. Sein Beitrag ist zusammen rnit Burgers Einleitung eine gute, allgemeine Einfuhrung in das Thema. Das umfassende Gebiet der Aminosaurekomplexe wird von Kiss ausgezeichnet erortert. Dieses Kapitel ist besonders hilfreich, um sich uber die Chemie derartiger Komplexe in Losung zu informieren. Sovago schreibt anschlieaend uber Metallkomplexe von Peptiden und deren Derivaten.
Im Kapitel von Hirose und Kidany uber thermodynamische und kinetische Aspekte von Metalloenzymen und Metalloproteinen werden die Carbonsaure-Anhydrase, die Carboxy-Peptidase, die Cu-Zn-Superoxid-Dismutase, das menschliche Transferrin und das Ovatransferrin behandelt. Mir erscheint dieses Kapitel in diesem Buch etwas fehl am Platz, es ist aber interessant zu lesen.
Erfreulicherweise gibt es ein Kapitel uber Metallkomplexe von Kohlenhydraten (Burger und Nagy). Dieses Gebiet ist ein wenig vernachlassigt worden, und es fehlte bisher eine umfassende Ubersicht uber Koblenhydratkomplexe, obwohl einzelne Aspekte bereits beschrieben wurden. Sawyers Ubersicht von 1964 (Clzem. Rev. 64, 633) enthalt 140 Literaturzitate, und der hier vorliegende Beitrag, der das Interesse an Kohlenhydratkomplexen verstarken konnte, erfaBt die Literatur bis 1990.
Das letzte Kapitel des Buches (Lonnberg) befaBt sich rnit den Wechselwirkungen von Protonen und Metall-Ionen rnit Nucleinsaure-Basen, Nucleosiden und Nucleosidmonophosphaten. Wegen der lebenswichtigen Rolle der Nucleinsauren in der Molekularbiologie wurde dieses Gebiet der Bioanorganischen Chemie intensiv erforscht, und der vorliegende Artikel bietet einen guten Einstieg in das Thema.
Das Buch ist gut aufgemacht und enthalt klare Diagramme und Tabellen. Die Auswahl der Literaturzitate ist etwas eigenwillig, und ich sehe keinen einleuchtenden Grund fur die Einfuhrung von Synonymen wie 79 C1 fur Clellands Veroffentlichung von 1970. Das Buch erfaI3t in einem einzigen Band einen groBen Teil der neueren Literatur uber die Chemie von Bioliganden und Metall-Ionen in Losung, die man normalerweise nur vielbandigen Werken wie Sigels ,,Metal Ions in Biological Systems" oder der Primarliteratur entnehmen kann. Das Buch ist hilfreich fur alle, die sich fur die Chemie von Metallkomplexen-in Losung interessieren. Spektroskopische Daten und Strukturdaten mussen allerdings an anderer Stelle nachgeschlagen werden.