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Probleme der Abnahme und Betriebsüberwachung chemischer Apparate hinsichtlich der Werkstoffseite

✍ Scribed by Kurt Richard


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1951
Tongue
German
Weight
689 KB
Volume
2
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Das Bestreben, die Haltbarkeit und Betriebssicherheit der Fabrikationseinrichtungen in der chemischen Industrie zu steigern, setzt die Lösung einer Reihe von Problemen werkstofflicher Natur voraus, wofür einige kennzeichnende Beispiele angeführt werden.

Bei gußeisernen, emaillierten Druckgefäßen können die Dehngrenzen des Gußeisens durch mehrfache Glühbehandlung so weit absinken, daß die Betriebsbeanspruchung eine erhöhte Verformung des Gefäßes bewirkt und hierbei zu einer Überschreitung der zeitabhängigen Festigkeitsgrenze und zum Rissigwerden des Emailüberzuges führt. Der Festigkeitsabfall des Gußeisens muß daher bei der Bemessung der Gefäße berücksichtigt werden.

Für säurefeste Chrom‐Nickel‐Stähle wird eine Schnellprüfmethode besprochen, die eine Einzelstückprüfung ermöglicht, womit die Auffindung von Werkstoffverwechselungen wesentlich erleichtert wird. Zugleich wird die Frage der langwierigen Prüfung der Kornzerfallbeständigkeit erörtert, die dringend einer Vereinheitlichung bedarf.

Bei der Betriebsüberwachung sind gefahrenursachen zu beachten, die bei chemischer, chemisch‐mechanischer und thermisch‐mechanischer Beanspruchung auftreten, wobei vor allem solche Schäden zu suchen sind, die zunächst verborgen bleiben.

Als Beispiele werden die bei warmfesten Stählen nach langen Betriebszeiten beobachteten Erscheinungen wic Kerbempfindlichkeit, Absinken der Festigkeits‐ und Dehngrenzen, Schädigung, Versprödung, Graphitausscheidung und Erweichung besprochen und Folgerungen fü die Betriebsüberwachung gezogen.