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Postoperative Nausea und Emesis (PONV). Pathophysiologie, Risikofaktoren und Therapie

✍ Scribed by Mario Wurglics; Franz Spiegl


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
German
Weight
408 KB
Volume
36
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Das Management der PONV hat in der letzten Dekade, nicht zuletzt durch die Einführung der Setrone, eine deutliche Qualitätsverbesserung erfahren. Die 5‐HT~3~‐Antagonisten Ondansetron, Dolasetron, Granisetron und Tropisetron reduzieren außerordentlich effektiv die Inzidenz der PONV und zeichnen sich, im Vergleich zu klassischen Antiemetika, durch ein günstigeres Nebenwirkungsprofil aus. Im Allgemeinen sind die vier Verbindungen äquieffektiv in der Prophylaxe bzw. Therapie der PONV. Geringfügige Unterschiede gibt es bezüglich der Pharmakokinetik und der Pharmakodynamik, was die Variationen in der Wirkdauer, den Einfluss auf die circadiane Rhythmik oder verschieden ausgeprägten Interaktionen erklärt.

Generelle Einigkeit besteht heute darüber, dass eine PONV‐Prophylaxe nach Abschätzung des individuellen Risikos des Patienten in drei Stufen durchgeführt wird. Demnach ist eine Prophylaxe bei niedrigem Risiko nicht gerechtfertigt. Erst ab einem mittleren Risiko wird Präventiv mit einem Setron, Dexamethason oder Droperidol therapiert. Bei Hochrisikopatienten kann eine Kombination mehrerer Wirkstoffe in der Prophylaxe notwendig sein.

Ist trotz Prophylaxe eine Therapie erforderlich, dann sollte ein Antiemetikum zur Anwendung gelangen, welches noch nicht zuvor als Prophylaktikum eingesetzt wurde. Insgesamt scheinen zur Therapie der PONV geringere Dosierungen als zur Prophylaxe auszureichen.


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