Polyterpene und Polyterpenoide XCI. Zur präparativen Herstellung des Koprosterins, epi-Koprosterins und epi-Dihydro-cholesterins. Beitrag zur Kenntnis der räumlichen Lage der Hydroxylgruppe bei den Sterinen
✍ Scribed by L. Ruzieka; H. Brüngger; E. Eichenberger; Jules Meyer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1934
- Tongue
- German
- Weight
- 654 KB
- Volume
- 17
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Als Ausgangsstoffe fiir die Herstellung des Androsterons und seiner drei optischen Isomeren?) benotigten wir neben Dihydrocholesterin die im Titel genannten drei Sterine. Darunter ist das epi-Dihydro-cholesterin dank einer Untersuchung von V a v o n und Jakubowicz3) zu einem bequem zuganglichen Korper geworden. Wichtig ist dabei die Beobachtung dieser Forscher, dass bei der katalytischen Hydrierung von Cholestanon unter energischen Bedingungen, in Gegenwart von etwas Salzsaure und Platinschwarz, praktisch fast ausschliesslich epi-Dihydro-cholesterin gehildet wird, wahrend ohne Anwesenheit von Salzsaure das Dihydro-cholesterin das Hauptprodukt wird, das iibrigens auch bei der Reduktion von Cholestanon mit Natrium und Alkohol entsteht. Wir haben das Verfahren von V a v o n und Jakubowicx dadurch noch ergiebiger gestaltet, dass wir in Gegenwart der auch von diesen Autoren als gunstiger empfohlenen Bromwasserstoffsaure und des aus Platinoxyd entstehenden Katalysators srbeiteten.
Eine praparativ einigermassen gangbare Methode zur Gewinnung grosserer Mengen von Koprosterin und epi-Koprosterin war zu Beginn unserer Untersuchung (etwa vor einem Jahr) nicht bekannt. Wir haben verschiedene der dazu in Betracht kommenden Wege beschritten und mochten hier uber die wesentlichsten Ergebnisse berichten.
W i n d a u s 4 ) hat schon bei der katalytischen Hydrierung von Allo-cholesterin in Amylather geringe Mengen von Koprosterin isolieren konnen. Wir versuchten durch verschiedenartige Variierungen der Versuchsbedingungen die Ausbeute a n Koprosterin zu Lasten des anderen Hydrierungsprodukts, des Dihydro-cholesterins zu steigern, sind dabei aber vorlaufig zu keinem befriedigenden Ergebnis gelangt.
Weiter untersuchten wir die katalytische Hydrierung von Cholestenon zum gesattigten Alkohol. Nach Diels und AbderhaZden5) liefert Cholestenon mit Natrium und Amylalkohol Dihydro-cholestel ) Helv. 17, 633 (1934). 2, Helv. 17, 1395 (1934). 3 , B1. [4] 53, 584 (1933). 4) 9. 453, 110 (1927). 5) B. 39, 884 (1906).