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Polyterpene und Polyterpenoide LXVI. Beiträge zur genauen Bestimmung der Bruttoformeln einiger Triterpene und Triterpenoide von saurem Charakter

✍ Scribed by L. Ruzieka; M. Furter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1932
Tongue
German
Weight
670 KB
Volume
15
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Aus verschiedenen Griinden sahen wir uns veranlasst, die in tler Literntur angegebenen Rruttoformeln von Triterpenen und Tri-terpenoiden2) einer moglichst genauen Nachpriifung zu unterziehen3). Unter ctenselben nehmen die Sauren einc wichtige Stelle ein, nicht nur weil sie weitaus an Zahl iiberwiegen, sondern auch infolge der Zugehiirigkeit verschiedener Sapogenine zu dieser Kiirperklasse. Es handelt sich dabei zum grossen Teil um Verbindungen, fiir die Formeln mit 30 bzw. 29 orler 31 Kohlenst~ffatomen~) vorgeschlagen wurden. Vergleicht man die fur die in Betracht kommenden Formeln berechneten Werte fur C und € I , so sieht man bald ein, dass es susserordentlich schwierig ist, zuverlassige Entscheidungen sllein durch h a l y s e n zu trePfen. Die Unterschiede zwischen den diskutierten Formeln fallen meistens innerhalb der Fehlergrenzen der Elementaranslyse. Oricntierende Versuche habcn uns gezeigt, class bei sorgfdtigem Arbeiten (lie Titration einen zuverlassigeren Entscheid erlaubt, da es sich bei der Entscheidung zwischen Homologen um Unterschiede im Molekulargewicht von 14 handelt, wahrend die erreichbare Fehlergrenze etwa 3-4 betragV). Es finden sich auch in der Literatim wohl vereinzelte Werte vor, die fiir die Entscheidung zwischen den disku tierten Formeln geniigend wgren, es wurde aber nie in sy stematischer Weise die Genauigkeit cier aiisgefiihrten Titrstionen gepriift.

Wir haben zur Kontrolle sowohl der Titretionen wie auch cler Elementarana'lysen stets solche mit reinster Dextropimaasaure ausgefiihrte Bestimmungen eingeschaltet und verweisen wegen der weiteren Einzelheiten auf die Reschreibung unserer Arbeitsweiae im Experil ) LXV. Mittlg. vgl. Helv. 15, 431 (1932). a) Als ,,Triterpenoide" sollen Verbindungen verstanden werden, deren Kohlenstoffzahl nicht betriichtlich von 30 abweicht und deren Kohlenstoffgeriist dem der Triterpene Bhnlich ist. Als Beispiele seien angefiihrt diejenigen Verbindungen, die beim Dehydrieren Sapotalin liefern (vgl. die Tabelle Helv. 15, 432 (1932) und ferner die Sterine.

3, Vgl. dam auch Helv. 15, 431 (1932). 4, Vgl. die in Anm. 2 angegebene Literaturstelle. 5, Die Genauigkeit der Methodik ist in Wirklichkeit etwa doppelt so grow; schwieriger scheint dagegen in manchen Flillen die Gewinnung geniigend reiner Praparate zu sein.

-Formel C2,H,,03 l ) . Fur die a-ElemolsH.ure selbst wird dagegen kein analytisches Material gegeben. Auch in diesem Falle ist eine 1et)zt'e Entscheidung zwischen der Formel mit 30 nnd 29 oder 31 C-Atomen in einwandfreier Weise nur mit Hjlfe der Titration moplich'). Dnrch sehr oft wiederholte fraktionierte Krystallisation des rohen Harzsauregeniisches aus dem Manila-elemi konnte gemeinsam mit 12. 1;. neben der a-Elemolsiiure noch eine zweite von uns als d-Elemisaure bezeichnete mit ungefahr gleichem Schmelzpunkt isoliert werden, die auf Grund der Analyse und Titration der Formel C3,,H4603 entspricht, wiihrend bei der reinen a-Elemolsiiure die von Lieb und NEudenovic vorgeschlagene Formel bestatigt werden konnte. a-Elemols&ure 4,