Physik, Chemie und praktische Pharmacie. Bericht über die bei der Hagen-Bucholz'schen Stiftung eingegangenen Arbeiten auf die Preisfrage pro 1850/51
✍ Scribed by Dr. L. F. Bley
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1852
- Tongue
- English
- Weight
- 649 KB
- Volume
- 119
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Erste AbtheiWng.
- Physik, Cheniie und praktische Pharniacie.
Uericht iiber die bei der Ilagen -Bucholz'schen Stiftung eingegangeuen Arbeiteu auf die I'reisf'rage pro 18%.
Erstattet 17011 Dr, L. F. B1 e y.
Die Aufgabe ist diesc:
))In \vie weit ist die Anwcndung der Kohle, sowohl animalischer, 31s auch vcgck~biliscllor, trls Entfiii-bungsmittcl zulassig., oline zcrsclzencl aut' die Hauptstoffc tlcr in Arbeit be fi rid I i chen 1: I iiss i gkc? i 1 I' I I e i I I HI w i i.h en ? (( Eingegarigcn sind tlixi Arbeitcn. No. I niit den] Motto: ))In den, Slreben nach Wahrheit liegt der Werth des Merischcn.cc Nach einer kurzcn Einleitung iibcr die Eigenschaflen ulid Anwcndung clcr liolilo, wobei auch des Gebrnuches derselbcn zur Isolirung von Pflnnzenstoffen Erwiihnung geschehcn, gestclit tler Vcrl'., dass seiiic Ausfulirung der Aufgabe wcit Iiinler sciner Bestrebung gebliebcn sei, weshalb er urn nacl>sichtigt? L)cui%licilung bittc. Die Versnchc sind r n i t I3lutliohlc, reincr Knochenkohle, kauflichcr Knochenkohlo, tlucheaholzkohlc, Erlenholzkohle unri Fichlcnholzkohle unternommen worden. Ueber die Darstellung der Blutkohle ist der nothigen Voreichtsniaassregeln gedacht, urn alle Verunreinigung zu Arch. d. Pharm. CXIX. Bds. 2, Hft. 9 4% Rley, vermeiden. Der Verf. hat hierliei auf die auffallende Erscheinung hingewiesen, dass, wenn Blutkohle an offener Luft gegluht wird, die Masse ihr ausseres Ansehen verliert und sich in eine braungelbe modrige Masse verwandelt. Zur Priifung der Wirkung der Kohle brachte der Verf. die Kohle rnit einer Salzlosung zwarnrnen und liess bisweilen eine erhohete Temperatur einwirken. Als Aullosungsrnittel ward so vie1 Wasscr angewendet, als die Kohle aufsaugen konntc. K a l i s a l z e . Es wurden I4 verschiedene Kalisalze rnit Kohle behandelt, als Chlorkalium, dodkalium, Kaliumeiseocyanur, schwefelsaures, salpetersaures, chromsaures, citronensaures, essigsaures, oxalsaures, einfachund doppeltweinsteinsaures und endlich einfachund doppeltkohlensaures Kali, und allernal 9 Gewichtstheil Kalisalz auf 100 Th. Kohle genommen. Keines dieser Salze ward absorbirt oder verandert. Kohlensaures Kali, nit Kohle vermischt schwach angefeuchtet der Luft ausgesetzt, verwandelt sich in doppeltkohlensaures Kali. Schwefelkalium absorbirtc, wie schon D u p a squ i e r fand, sclbst Kohle und es entstand unterschwefligsaures Kali, kohlensaurcs Kali, freier Schwefel und Schwefelwasserstoff. Natronsalee scheinen ein ahnliches Verhahen als Kalisnlze zu zeigen, sagt der Verf., also hat er vermuthlich die Versuche nicht angestellt oder ist in seinem Resullate nicht ganz sicher geworden; doch findet sich angefuhrt, dass Chlornatrium und schwefelsaures, salpetersaures, phosphorsaures, borsaures, einfachund doppeltkohlensaures, essigsaures Natron und weinsaures Kali -Natron, so wie stsarinsaures, olsaures und margarinsaures Natron durch Kohle nicht zersetzt wurden.,
A m m o n i a ks a 1 z e erleiden keine Veranderung ; kohlensaurk und atzendes Ammoniak werden von naasec Kohle in sehr geringer Menge absorbirt. B a r y Ls a I z e. E s p r i t's Angabe, dass 20 Th. Blutkohle I Tb. Chlorbaryum absorbiren, ward bestiitigt gefundea Uieses Salz wird vollkommen zersetzt.
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