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Phosphamethincyanine, eine neue Klasse organischer Phosphorverbindungen

✍ Scribed by Dimroth, Karl ;Hoffmann, Peter


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1966
Tongue
English
Weight
357 KB
Volume
99
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Phosphamethincyanine sind Cyaninfarbstoffe, bei denen eine = CH-Gruppe der ungesattigten Kette durch ein =P-Atom, einen dreibindigen Phosphor mit der Koordinationszahl 2, ersetzt ist. Darstellung und Eigenschaften solcher Verbindungen werden beschrieben. Wahrend organische Phosphorverbindungen mit Phosphor der Koordinationszahl 4 und einer >P=O, >P=N oder >P=C p,-d,-Doppelbindung seit langem bekannt sind, wurden solche mit der Koordinationszahl 1 bzw. 2 erst vor kurzem beschrieben'). So hat Gier2) die dem Cyanwasserstoff analoge Verbindung HCP synthetisiert, die moglicherweise dem H -C=N isoster ist; sie ist nur unterhalb -124' bestandig. Eine von Burg und MahZer3) hergestellte Verbindung (H3Cl3P=P-CF3 enthiilt die Gruppierung -P--CF3, die formal einemdoppelgebundenen =0, =N-R oder =CRz-Rest entspricht. In beiden Fallen ist nicht sicher, ob tatsachlich eine Mehrfachbindung des Phosphors unter Beteiligung seiner 3p-Elektronen vorliegt, da noch keine Strukturuntersuchungen durchgefuhrt wurden. Wir berichten hier uber eine neuartige Klasse von Phosphorverbindungen mit dreibindigem Phosphor der Koordinationszahl 24). Die erste Verbindung (3) dieser Art erhielten wir aus 2-Chlor-N-athyl-benzthiazolium-fluoroborat (1) und Trishydroxymethyl-phosphin (2) in Dimethylformamid (DMF) durch Zutropfen von Athyldiisopropylamin mit 45 % Ausb. 2 1 2 3 Analog wurden die weiteren in der Tab. aufgefuhrten symmetrischen und unsymmetrischen Phosphamethincyanine 4 -10 dargestellt. Die Synthese der symmetrischen Cyanine 3-7 verlauft in einer Stufe: Zu einem Gemisch von 20 mMol des 2-Chlor-Quartarsalzes und 10 mMol von Tris-hydroxymethyl-phosphin in DMF oder Acetonitril laat man unter Stickstoff bei 0" 30-40 mMol des tertiaren Amins (Athyldiisopropylamin oder Tributylamin) tropfen. Auch Eisessig eignet sich als Losungsmittel, wenn man Natriumacetat als Base venvendet.


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