Phenyldiazomethan und Triäthylamin als Cyclisierungsmittel, III Synthese von Imidazo[1.5-α]indolen, Pyrrolo[1.2-c]imidazolen und Chinazolinen
✍ Scribed by Capuano, Lilly ;Welter, Mechthild
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1968
- Tongue
- English
- Weight
- 492 KB
- Volume
- 101
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Phenyldiazomethan katalysiert den Einbau eines Molekuls lsocyanat zwischen den Ringstickstoff des Indol-bzw. Pyrrolkerns und ein or-standiges Aldehyd-oder Estercarbonyl, wobei Imidazo[l.5-u]indol-bzw. Pyrrolo[l.2-c]imidazol-Derivate l a , b bzw. 6a, b gebildet werden. -Phenyldiazomethan und Triathylamin katalysieren die N-Carbamoylierung von Isatin und Isatin-3-imid mit lsocyanaten zu 7b, c und l l c ; diese addieren in Gegenwart von Triathylamin oder Phenyldiazomethan 1 Mol. Athanol bzw. Wasser unter Umlagerung in die Chinazolinderivate lOc,d,f, g. Vor kurzem wurde Phenyldiazomethan als Katalysator beim Einbau eines Molekiils lsocyanat zwischen eine an einem aromatischen oder heterocyclischen Kern gebundene Hydroxylgruppe und ein ovtho-standiges Aldehydcarbonyl bzw. ein vom OH durch 2 Ringatome getrenntes Ringcarbonyl verwendet ; auf diesem Wege entstanden cyclische Aminocarbinole aus der Reihe der Benzoxazine und Oxadiazolo-indolez). Im folgenden berichten wir uber die durch Phenyldiazomethan bzw. Triathylamin katalysierte Einlagerung eines Molekiils Isocyanat zwischen ein im Ring eingebautes NH und ein am benachbarten Ringatom gebundenes Aldehyd-bzw. Ringcarbonyl. Wir setzten zunachst Indolal-dehyd-(2) (3) mit zwei Molaquivalenten Methylbzw. Phenylisocyanat und einer katalytischen Menge Phenyldiazomethan um und erhielten in guter Ausbeute die bisher noch nicht beschriebenen I-Methylcarbamoyloxy-3-0x0-2-methyl-und 1 -Phenylcarbamoyloxy-3-oxo-2-phenyl-2.3-dihydro-lH-imidazo-[1.5-a]indole (la,b), die durch das Auftreten von zwei CO-Banden und einer NH-Bandebei 1767,1715und3344/cm bzw. 1761,1712und 3311/cm im TR-Spektrum(KBr) charakterisiert wurden. Die Konstitution von 1 a wurde durch trockenes Erhitzen uber den Schmelzpunkt oder Kochen mit Wasser begriindet, wobei sich das noch nicht beschriebene Carbinol 1 c bildete, dessen Struktur wir durch IR-Spektrum (KBr) (eine einzige CO-Bande bei 1711 und eine OH-Bande bei 3300/cm) und Oxydation mit MnO2 zum bekannten3) Hydantoin 2a sicherstellten. Wir erhielten 2a sowie sein bisher noch nicht beschriebenes Phenylanalogon 2b in einem Arbeitsgang nach dem in einer friiheren Mitteilung4)