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Pharmakokinetik und Interaktionspotenzial der Taxane: Paclitaxel und Docetaxel sicher anwenden

✍ Scribed by Sven Simons; Ulrich Jaehde


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2005
Tongue
German
Weight
174 KB
Volume
34
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Paclitaxel und Docetaxel sind hoch wirksame Zytostatika, deren Pharmakokinetik durch eine hohe Proteinbindung, ausgeprägten hepatischen Metabolismus und eine nur geringe renale Exkretion charakterisiert ist. Trotz dieser Gemeinsamkeit gibt es einen wesentlichen Unterschied: Während Docetaxel eine lineare Pharmakokinetik aufweist, steigen bei Paclitaxel die Plasmakonzentrationen mit zunehmender Dosis überproportional an. Heute geht man davon aus, dass die Nichtlinearität nicht durch Sättigungsphänomene bei Verteilung und Elimination, sondern im Wesentlichen durch Einschluss in Cremophor‐EL‐Mizellen nach Gabe höherer Dosen zu erklären ist. Das Interaktionspotenzial beider Substanzen ist unterschiedlich. Beim Paclitaxel steht der Einfluss auf die Pharmakokinetik und Toxizität von Anthrazyklinen im Vordergrund und hat zu der Empfehlung geführt, Doxorubicin und Epirubicin mindestens 24 Stunden vor Paclitaxel zu applizieren. Beim Docetaxel ist der Einfluss von Induktoren bzw. Inhibitoren von Enzymen der CYP3A‐Subfamilie zu beachten. Durch die Entwicklung neuer Formulierungen wird die Pharmakokinetik dieser Stoffklasse sicher auch in Zukunft intensiv untersucht und zu einem besseren Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen führen.