Pfropfung von vinylverbindungen auf polyamide
✍ Scribed by Van Phung, Kien ;Schulz, Rolf C.
- Book ID
- 102480995
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1979
- Weight
- 148 KB
- Volume
- 180
- Category
- Article
- ISSN
- 0025-116X
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✦ Synopsis
Uber die Pfropfung auf Polyamide gibt es eine umfangreiche Literatur' -3). In den weitaus meisten Fallen wurden Seitenzweige aus Vinyl-oder Acrylverbindungen an C-Atome des Polyamids gepfropft. Es sind aber auch einige wenige Beispiele fur die Pfropfung an den N-Atomen der Carbonamidgruppen bekannt. Bamford et al.4) behandelten Fasern aus Nylon 6, Nylon 66, Nylon 610 oder Seide kurzzeitig mit waljrigem Natriumhypochlorit, wobei eine geringe Menge N- Chlorcarbonamidgruppen gebildet wurde. Durch Bestrahlung in Gegenwart von Mangancarbonyl und Molybdancarbonyl wurden auf der Faseroberflache an den Amidgruppen Seitenzweige aus Poly(methylmethacry1at) aufgepfropft. Kiirzlich wurde die anionische Polymerisation von Ethylenoxid') oder Acrylnitri16) rnit Hilfe von N-metallierten Polyamiden beschrieben. Auch in diesen Fallen sind die Seitenzweige ausschlieljlich an die Carbonamidgruppen gebunden. Im folgenden wird iiber eine weitere Methode zur Pfropfung an den N-Atomen von Polyamiden berichtet. Wie wir in den vorangegangenen Arbeiten zeigen konnten7), sind Poly(N-ch1oramid)e starke Oxidationsmittel. Sehr wahrscheinlich werden bei der Einwirkung von Reduktionsmitteln, ebenso wie bei der Bestrahlung rnit UV-Licht, intermediar polymere N-Radikale gebildet'). Da die Redox-Reaktion zwischen N-Chlorsuccinimid und Hydrazinhydrat oder Eisen(I1)-ammoniumsulfat in waljrigem Medium bei Raumtemperatur die Polymerisation von Acrylnitril und Acrylamid auslost, sollten bei der entsprechenden Reaktion rnit polymeren N-Chloramiden Pfropfcopolymere entstehen. Als Polyamide wurden unter anderem Nylon 66 und Nylon 610 verwendet; sie wurden umgefallt und in der schon beschriebenen Weise in die Poly(N-ch1oramid)e iiber-fuhrt7'. Der Chlorgehalt (iodometrisch bestimmt) betrug 90-98% der Theorie. Die Pfropfungen wurden wie folgt ausgefuhrt: Zu einer waljrigen Losung von 3-5 g des Monomeren unter Stickstoffwurde zunachst das Reduktionsmittel hinzugefugt und dann 1-2 g pulverformiges Poly(N-chloramid). Die Suspension wurde etwa 20 h bei 22 "C geriihrt; anschlieljend wurde das Polymere abfiltriert, gewaschen, und durch Behandlung mit Natriumhydrogensulfit wurden nicht-umgesetzte N-Chloramidgruppen reduziert. Anhaftendes Homopolymeres des Acrylamids oder Acrylnitrils wurde durch Extraktion rnit Wasser bzw. DMF entfernt. Als Pfropfungsgrad DG wird definiert: DG = (Menge des aufgetropften Vinylpolymeren : Menge des Polyamids) x 100.
Beispiele fur so ausgefuhrte Pfropfungen ergeben sich aus den Tabn. 1 und 2. Das IR-Spektrum eines Acrylnitril-Pfropfcopolymeren in Abb. 1 zeigt neben den Banden des Nylons 66 die charakteristische Absorption der Nitrilgruppe bei 2240 cm-'. Da es sich urn eine Pfropfung im hetero-
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