𝔖 Bobbio Scriptorium
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Pflanzenfarbstoffe XLII. Zur Kenntnis der isomeren Carotine und hre Beziehungen zum Wachstumsvitamin A

✍ Scribed by P. Karrer; K. Schöpp; R. Morf


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1932
Tongue
German
Weight
530 KB
Volume
15
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


a-Carotin, welches neben der quantitativ iiberwiegenden @-Form in Mohrrfiben vorkommt, zeichnet sich durch etwas grossere Loslichkeit in organischen Losungsmitteln vor j3-Carotin aus 2). Demnach muss es sich bei der Gewinnung des Carotins in den letzten Mutterlaugen anreichern. Wir haben daher grossere Mengen solcher Restlaugen (aus 1000 kg Ruben), aus denen die Hauptmenge des Farbstoffes w5ihrend wochenlangem Stehen im Eisschrank auskrystallisiert war, auf cr-Carotin verarbeitet. Dabei bedienten wir uns der chromatographischen Analyse und verwendeten als Adsorbens Fasertonerde.

Im obersten Teil des Chromatogramms bildete sich eine braungelbe, breite Zone, die an der Tonerde sehr fest haftete und auch bei andauerndem Auswaschen mit Leichtpetrolather nicht weiter wanderte. Das adsorbierte Carotin, welches anfhglich im unteren Teil des Chromatogramms festgehalten wurde, liess sich dagegen durch anhaltendes Waschen mit Petrolsther in das Filtrst uberfuhren. Das Nachwaschen wurde so lange fortgesetzt, bis die Waschflussigkeit farblos sblief.

Die an der Fasertonerde adsorbierte Substanz konnte durch Behandeln mit 90-proz. Methanol abgelost werden; wir fiihrten sie dam in Petrolather uber und erhielten so ein gelb gefgrbtes 01, welches, nach der Farbe zu schliessen, verhaltnismiissig wenig Pigment enthalt ; seine Farbstarke war ungefahr 1/20 derjenigen des Carotins. Es ist uns bisher nicht gelpngen, den Farbstoff daraus zu isolieren; sein Absorptionsspektrum ist von demjenigen des pund des a-Carotins verschieden. Im sichtbaren Teil des Spektrums treten zwei Absorptionsmaxima auf, die weiter nach dem kurzwelligen Teil liegen als diejenigen des a-und des p-Carotins: Absorption in CS, 482 453 m p Die hier beobadhteten Absorptionsbanden konnen aber fiir den neuen Stoff nicht als charakteristisch angesehen werden; durch die