Perspektiven der Forschungsförderung
- Publisher
- Springer
- Year
- 1987
- Tongue
- English
- Weight
- 409 KB
- Volume
- 74
- Category
- Article
- ISSN
- 0028-1042
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✦ Synopsis
Perspektiven der Forschungsf6rderung
Als Analyse der gegenwartigen Situation und Markierung wichtiger Trends in allen Bereichen der Wissenschaft sind die ,,Grauen Plane" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wichtige forschungspolitische Wegzeichen. Der achte in dieser Reihe, der Aufgaben und Finanzierung der DFG ftir die Zeit von 1987 bis 1990 beschreibt, tragt den Titel ,,Perspektiven der Forschung und ihrer F6rderung". Mit einer forschungspolitischen Obersicht tiber die Verfahren und Probleme der F6rderung werden die mittelfristig notwendigen Mittel quantitativ dargestellt. Den Hauptteil bilden abet Berichte tiber die Situation in den einzelnen Fachern. Grundlage daftir ist die sorgfaltig in vielen Beratungen abgestimmte Meinung von mehr als 500 Wissenschaftlern in den verschiedenen Gremien der DFG. Die for viele Facher charakteristische Veranderung yon Strukturen und Inhalten der Forschung durch die apparative Entwicklung (,,Durchinstrumentation") und die Notwendigkeit zu interdisziplinarer Zusammenarbeit reicht von den Natur-und Technikwissenschaften aus weit in die Biowissenschaften und medizinische Forschung, ja bis in wichtige Teilbereiche der Geisteswissenschaften hinein. So rechnet die DFG in den nachsten Jahren mit grOBeren Projekten der linguistischen Datenverarbeitung unter internationaler Beteiligung. Ein die Fachgrenzen weit tiberspannendes Thema soil in einem neuen Schwerpunktprogramm ,,Kognitive Funktionen und Gehirnprozesse" bearbeitet werden. Daran sind Neurobiologen, Psychologen, Psychiater, Linguisten und Philosophen beteiligt. In Vorhaben zur Erhaltung yon Kulturgut arbeiten Kunstwissenschaftler zunehmend mit Architekten und Naturwissenschaftlern zusammen. Ftir die operative Medizin empfiehlt die DFG, selbstandige Institute far chirurgische Forschung zu bilden, damit die Kooperation mit Naturwissenschaftlern besser gelingt. Generell konstatiert die DFG in der Gesellschaft ,,ein verbreitetes Unbehagen vor unerwianschten Auswirkungen naturwissenschaftlicher und biowissenschaftlicher Erkenntnisse"; dies rtihre jedoch nicht zuletzt daher, dab manche dieser Erkenntnisse nicht oder schwer vermittelbar seien. Zwar fehle in der Offentlichkeit oft ein Grundstock naturwissenschaftlichen Verstandnisses, das solle aber ,,keine Entschuldigung daftir sein, dab Naturwissenschaftler es oft versaumen, in der Offentlichkeit ausreichend um Verstandnis ftir ihre Wissenschaft und ihre Arbeit zu werben". Besonders im Zusammenhang mit der Belastung der Umwelt sei deutlich geworden, ,,dab es viele Fragen gibt, die Naturwissenschaftler heute noch nicht beantworten k6nnen". Das sei ganz na-ttMich, zeige aber auch, ,,dab sich Grundlagenforschung und ihre Thematik nur selten oder gar nicht auf einen zuktinftigen Bedarf hin programmieren" lassen. Besonders deutlich wird die Problematik von Planbarkeit und Freiheit der Forschung in den Ingenieurwissenschaften, in denen die Drittmittel, welche die Hochschulen vonder Wirtschaft erhalten, hoch sind. Hier sieht die DFG ,,ihre
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