Organische Phosphorverbindungen XVIII. Eine neue Methode zur Knüpfung von PCP-Bindungen (Darstellung von Di-, Tri- und Tetra-tertiären-Phosphinen)
✍ Scribed by Ludwig Maier
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1965
- Tongue
- German
- Weight
- 417 KB
- Volume
- 48
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Methoden zur Darstellung von Diphosphinen, die bis vor kurzem noch unbekannt waren, haben in den letzten Jahren intensive Bearbeitung erfahren, und zwar hauptsachlich aus 2 Grunden. Einmal sind Diphosphine ausgezeichnete Chelatliganden und bilden daher sehr stabile Komplexe mit ubergangsmetallsalzen. Diese Eigenschaft wurde zur Stabilisierung von ungewohnlichen Valenz-und Koordinationszahlcn ausgenutzt . Zum anderen sind sie Zwischenprodukte zur Darstellung von phosphorenthaltenden, heterocyclischen Ringverbindungen [Z] l), Die bisher beschriebenen Methoden erlauben es zwar, Athylen-und Alkylendiphosphine relativ leicht darzustellen [ 2 ] , aber nur eine einzige Methode, und auch diese nur beschrankt, lasst sich zur Herstellung von Methylen-diphosphinen anwenden, namlich die Umsetzung von Lithiumdiphenylphosphid mit Methylendichlorid in Dioxan (Gl. 1) [2] [ 3 ] . Reim Versuch, mittels dieser Reaktion auch 2 (C,H,),PLi + CH,Cl, -t (C,H5),PCH,P(C,H,), + 2 LiCl Methylen-bis-(diathyl-und dicyclohexyl-phosphin) herzustellen, wurde nur Austausch vom Metal1 am Phosphor gegen Halogen unter Bildung von Polymethylen und Biphosphinen beobachtet, und es konnten keine Methylen-diphosphine isoliert werdenl) (Gl. 2).