Organische Peroxide, XX. Notiz zur präparativen Decarboxylierung von Carbonsäuren durch Peresterthermolyse
✍ Scribed by Langhals, Heinz ;Rüchardt, Christoph
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1975
- Tongue
- English
- Weight
- 151 KB
- Volume
- 108
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Eingegangen am 9. Dezember 1974 Die Decarboxylierung von Carbonsauren 1 durch Thermolyse der daraus dargestellten Percarbonsaure-tert-butylester 3 in Cumol 3), p-Cymo14) oder p-Diisopropylbenzo15) als Solvens (SH) hat sich, vor allem zur Synthese polycyclischer Kohlenwasserstoffe, als Standardverfahren eingebiirgert. SOCI, (ctl,),c-o-oH RCOzH -RCOCl * RCOa-OC(CHJ3 1 2 3 A + SH R* + C02 + *OC(CH3)3 3 -7 RH + (CH3)sCOH Erhebliche Schwierigkeiten bereitete jedoch meist die Isolierung der entstandenen Kohlenwasserstoffe, sie muBte meist durch praparative Gaschromatographie vorgenommen werden. Die Verwendung eines wasserloslichen Athers wie Diglyme6) bietet zwar die Moglichkeit einer Isolierung der Kohlenwasserstoffe durch Extraktion nach Zusatz von Wasser. Da organische Peroxide aber in Ather besonders stark zu induziertem Zerfall neigen *, ' I, scheidet dieses Verfahren als allgemeine Methode aus. Wir wahlten Phenylessigsaure-athylester als Solvens, weil die Verbindung leicht abstrahierbare benzylstandige Wasserstoffatome hat, die zudem a-standig zu einer Carbonylgruppe sind. Der hohe Siedepunkt von 229°C gestattet eine groJ3e Temperaturvariation bei der Thermolyse. Der eigentliche Vorteil ist jedoch, daO das Losungsmittel nach beendeter Thermolyse mit wal3riger Natronlauge unter Zusatz von wenig Methanol hydrolysiert und der Kohlenwasserstoff dann direkt rnit Pentan oder h e r extrahiert werden kann. Alle durch Radikalangriff am Solvens und Folgereaktionen der dabei entstehenden Radikale gebildeten Produkte bleiben ebenfalls in der waBrigen Phase. Z u r praparativen Durchfuhrung der Decarboxylierung ist es nicht erforderlich, ~~~