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Optische Untersuchung der Kupferkomplexe in Ammoniak-und Pyridinlösung

✍ Scribed by Hantzsch, A. ;Robertson, P. W.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1908
Weight
635 KB
Volume
41
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Untemuchung der Kupferkomplexe in Ammoniakund Pyridinl6sung. (Eingegangen am 1. Dezember 1908.) Nach den qumtitativen optischen Untersuchungen iiber die Chlorplatinsawe I), Chromsiiure und Dichromsaure , Permangansaure 3 , und ihre Salze sind alle diese Stoffe unter fast allen Bedingungen optisch unversnderlich ; die spezifische Farbe und Farbintensitiit bleibt bei jeder dieser Gruppen in wadriger Losung innerhalb der untersuchten Temperatur-und Konzentrationsgebiete selbst in starkst sauren und starkst alkalischen Losungen konstant. Die Farbe wird also in Losung weder beim fibergang einer Saure in ibre Alkalisalze, noch beim Ubergang beider in ihre Ionen geiindert. Dies bedeutet zunachst: die wahren Chromphore dieser farbigen Stoffe sind die (unter den Versuchsbedingungen) konstitutiv unveranderlichen, vollig gesattigten Komplexe, (Mn04)' (cr04>l, (Cr0,)" (PtCls)", die also in Form der Ionen, sowie in direkter Verbindung mit Wasserstoff und Alkalimetallen konstante Lichtabsorption besitzen 9. Auch verschiedene Losungsmittel verandern die Farbe derartiger Stoffe nur wenig. Erhebliche Farbveranderungen im sichtbaren Teile des Spektrums erfolgen also nur, wenn sich die Komplexe bei Veranderung der Versuchsbedingungen andern, also z. B. wenn der alkalistabile Komplex der Chrorqate Cr 0 4 beim Ansauern in den saurestabilen Komplex der Dichromate CrS0.r iibergehtnicht aber beim blol3en Vorgang der Losung oder Ionisation, weil sich strukturell unveranderliche und koordinativ gesattigte Komplexe nicht durch cbemische Wirkung des Wassers verandern konnen. Man darf aus diesen Tatsachen aber auch umgekehrt schliel3en : Auftreten oder Veranderung der Farbe eiues festen Salzes oder einer festen Saure bei der Losung oder Ionisntiou bedeutet eine chemische Veranderung, und zwar mindestens eine Veranderung eines Anions oder Kations durch das Losungsmittel, also in der waSrigen Losung primar fast stets eine Anlagerung von Wasser an einen ungesittigten Kompler (Hydratation). So laat sich z. B. der Ubergang des festen griinen Kupferchlorids in die verdiinnte blaue 1) Diese Berichte 41, 1216 [1908]. 9) Ztschr. f i r phys. Chem. 63 [1908].

  1. AuBerst konzentrierte L6sungen zeigen allerdings bisweilen gewisse Abweichungen, die aber auBerhaIb des bier untersuchten Konzentrationsgebietes licgen nnd erst spater behandelt werden sollen.

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