Operative oder konservative Behandlung der akuten hämatogenen Osteomyelitis?
✍ Scribed by F. Altenstrasser
- Publisher
- Springer
- Year
- 1964
- Tongue
- English
- Weight
- 619 KB
- Volume
- 56
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
In den letzten Jahren erfuhr die Behandlung der akuten h/~matogenen Osteomyelitis (a. h. O.) einen grundlegenden Wandel. Frfiher hatte nur die reehtzeitige chirurgisehe Therapie einigermagen Aussicht auf Erfolg. Dabei handelte es sieh in erster Linie um die Rettung des Lebens. Ausgedehnte Incisionen mit und ohne Aufmeif~elung des Knoehens waren notwendig, ja manehmal auch Amputationen der betroffenen Oliedmagen, um der schweren Sepsis Herr zu werden. War das akute Stadium beherrseht, zog sich die Weiterbehandlung tiber lange Zeit hin. Zahlreiehe Nachoperationen mul3ten ausgeffihrt werden, um die anhaltende Eiterung einzud~mmen. Nach monatelangcm Krankenlager kam es dann endlich zu einer Heilung, die abet nicht nur manchmal Fehlstellungen und Versteifungen yon Gelenken mit sich brachte, sondern auch allgemeine Schgden wie Amyloidose und Nephrolithiasis zur Folge hatte. Immer wieder auftretende Rezidive mit neuerlichen Abscessincisionen und Sequestrotomien verfolgten den yon der genninen Osteomyelitis Befallenen durch sein ganzes Leben. Es ist erkl/trlich, dag bei so wenig befriedigendem Ergebnis immer radikalere Operationsmethoden versucht und zum Tell aueh mit Erfolg durehgef/ihrt worden sind, wie z.B. die subperiostale Resektion der ganzen Diaphyse (CI, ArR~ONT). Die Entdeekung der Sulfonamide (Do~AGK 1935) und vor allem des Penicillins (FLEMISe 1940) und ihre Einfiihrung in die Therapie der a. h. O. hat das Bild wesentlieh ver/tndert. Die nieht selten beobachtete abortive tteilung der Osteomyelitis unter Penieillinbehandlnng hat einen begreiflichen Optimismus aufkommen lassen. Wurde doch mit dieser Therapie die Mortalit/~t z. B. der a. h. O. im proximMen Femurbereieh von 60Yo in der vorantibiotischen ]~ra (Ho]rF~AN¢~-) auf derzeit 2,3% (BLAXX~KE) gesenkt. Abet schou bald wurden Stimmen laut, die auf die Gefahr hingewiesen haben, die dutch die antibioticabedingte Verschleierung des Krankheitsablaufes entsteht. Die Erfolge der Penicillineinwirkung sind nach HELLS~R eine Abk/irzung des akut toxisehen, lebensbedrohliehen Zustandes, die Verhinderung der Bildung von Metastasen und im Bereich des befallenen Knoehens * Herrn Professor Dr. F. J. La~G zum 70. Geburtstag gewidmet.
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