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Obstipation als Arzneimittel-Nebenwirkung. Obstipation muss richtig erkannt und behandelt werden

✍ Scribed by Andreas Kopf


Book ID
104509527
Publisher
John Wiley and Sons
Year
2008
Tongue
German
Weight
251 KB
Volume
37
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Ein Fünftel bis ein Viertel der Allgemeinbevölkerung und mehr als drei Viertel der Tumorkranken mit Opioid‐Dauermedikation leiden unter Obstipation. Somatische und funktionale Ursachen sind für die Entstehung von Obstipation verantwortlich. Wenn möglich sollte die Therapie von Obstipation kausal sein, häufig ist aber eine symptomatische Therapie notwendig. Neben Allgemeinmaßnahmen sind Laxanzien die wichtigste Therapieoption. Die Laxanzien werden nach ihren Wirkmechanismen klassifiziert und wurden aufgrund von Expertenmeinungen in ein Stufenschema eingruppiert, das sich in der klinischen Praxis bewährt hat. Während Lactulose das prophylaktisch wirksame Laxans der Wahl bei Nichttumorpatienten ist, ist Macrogol das Prophylaktikum der Wahl beim Tumorkranken mit Opioid‐Dauermedikation. Beim Tumorkranken mit Opioid‐Dauermedikation ist eine Laxanzientherapie zur Obstipationsprophylaxe obligat. Anwendungshinweise für ausgesuchte Laxanzien sind in Tabelle 8 zusammengefasst.