Oberschenkelamputation und Wirbelsäulenstatik
✍ Scribed by C. Holland; H. Wölck
- Publisher
- Springer
- Year
- 1967
- Tongue
- English
- Weight
- 965 KB
- Volume
- 62
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Eingegangen am 5. Juni 1967
Die grol~e Zahl der Amputierten und das zunehmende Amputationsalter der im Zwei~en Weltkrieg Verletzten rechtfertigen neue Reihenuntersuehungen. Die Frage der ,,l~berlastungssch£den" (an der verbliebenen Extremit/~t, an der Wirbels/~ule, am Herz-Kreislauf-System) beseh/iftigt immer wieder Arzt und Laien, unter denen die Sozialrichter fiber die Bewertung mSglieher Folgeschi~den mit zu entscheiden haben. Eine sehr h~,ufige Aufgabe orthop/~discher Gutach~en ist es, zu kl~ren, ob ein Zusammenhang zwischen Wirbe]s/tulenveranderungen und einseitigen Gliedmal~enverlusten besteht. Dabei fiberwiegen bei weitem die Amputationen an den unteren Extremitgten. Die Durchsicht der umfangreichen Literafur zu diesem Thema ergibt gegens/~tzliehe Befunde und Urteile. Literaturiibersicht v. LorEnz [33] hielt 1924 bei Oberschenkelamputierten t3berlastungssch~den am erhaltenen Bein ffir gegeben, erwiihnte abet Wirbelsi~ulenbeschwerden bei Amputierten fiberhaupt noch nicht. 6 Jahre spi~ter hatten K~mFIOL [27] und SCtt:RADER [45] eine wissenschaftliche Auseinandersetzung: KAtCFIOL ffihrte Wirbels~iulenbeschwerden bei Obersehenkelamputierten auf eine allm~hliche statische ~berbelastung der Wirbels~ule dureh den Sehultertragegurt zurfick. SCnRAD~.R entgegnete, diese Armahme sei sicher falseh, vielmehr sei die Ursache der Beschwerden im fehlerhaften Aufbau der Prothese zu suchen, n~m]ich besonders in zu kurzen Prothesen und den dadurch verursachten Beckenschiefst~inden. Eine interessante Deutung heftiger Stumpfbeschwerden bei nur kurz zurfickliegender Amputation gab 1949 auf Grund sorgf~ltiger eigener Untersuehungen So~ao [473: retroperitoneale Lymphknotenentzfindungen bei ausgedehnten Eiterungen an einer Extremit~t (wie es bei Kriegsverletzungen, die eine Amputation zur Folge hatten, oft der Fall war) fiihren zu einer Mitbeteiligung des Grenzstranges und 15sen so vegetative StSrungen aus. Die Arbeit sei hier zitiert, weft hartn~ekige und therapieresistente ,,Stumpfischialgien" bei Oberschenkelamputierten gelegentlich darin ihre Ursache haben mSgen. Starke Beachtung land die Feststellung yon JENNY U. AVFDER~_~VR [25], dal~ bei einer funktionellen Skoliose, die dureh Tragen zu kurzer oder zu langer Kunstbeine bedingt ist, im Laufe yon Jahren oder fiber Jahrzehnte eine Zermfirbung der Bandscheiben auf der Bogeninnenseite auftrete und spondylotische Zacken hervorriefe. Die Autoren nannten die Schi~den an den Wirbelgelenken Inkongruenzarthrose. (Der Arbeit lag die Auswertung yon zwei F/illen zugrunde.) P~RAZZI~I [38] beschrieb 1952 drei Bandscheibenvorf/~lle bei Beinamputierten. Es sei nicht auszuschliel3en, dab bei pr~disponierten Individuen eine Osteochondrose dureh die Amputation friiher und schneller eini;rete. LANGE [30] berichtete 1952 fiber Sp/~tsch~den bei Amputierten. Aus kompensatorischen seitlichen Einstellungen der Lendenwirbels~ule kSnne bei zu kurzer Prothese innerhalb weniger Jahre eine fixierte Biegung, eine Skoliose werden. Ffir die Entstehung yon Kreuzschmerzen sei die Art der Prothesenversorgung yon entscheidender Bedeutung. (Die Ang~ben LANOES stfitzen sieh auf die Untersuchung yon 200 Beinamputierten durch H]~RT]~L.) 21a Arch. orthop. Unfall-Chir., Bd.
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