Näherungsweise Bestimmung der Doppelbrechung fester und flüssiger Kristalle
✍ Scribed by O. Lehmann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1905
- Tongue
- English
- Weight
- 585 KB
- Volume
- 323
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
Die ,,Doppelbrechung" eines Kristalles, d. h. die griiSte Differenz der beiden Brechungsexponenten ist eine Konstante des betreffenden Stoffs, deren rasche, wenn auch nur naherungsweise Ermittelung z. B. fur den Chemiker zur ldentifizierung eines Priiparates mit einem anderen von besonderem Interesse sein kann. Bereits an anderer Stelle ist dies nilher ausgefuhrtl), doch wurde bisher nur selten von Bestimmung der Doppelbrechung zu den angedeuteken Zwecken Gebrauch gemacht, da die bekannten Methoden viel zu zeitraubend sind. Das Schleifen eines Prismas aus dem zu untersuchenden KrisCall und die Bestimmung der beiden Brechungsexponenten mittels des Spektrometers oder die Anwendung des Kristallrefraktometers kommen meist schon deshdb nicht in Frage, weil die zu untersuchenden Kristalle viel zu klein siud oder nur bei hoherer Temperatur, in Losungen usw. existieren kiinnen. Die Bestimmung der Interferenzfarbe unter dem Mikroskop durch Kompensation der Doppelbrechung mittels des B a b i n e t schen Kompensators (oder eines Gipskeiles) oder durch spektrale Zerlegung unter Anwendung eines Spektralokulars fuhrt nur dann zur Kenntnis der Doppelbrechung, wenn die Dicke der Praparate mit genugender Genauigkeit gemessen werden kann, was in der Regel nicht zutrifft. Auch die Ermittelung der beiden Brechungsexponenten durch Suspension in starkbrechenden Flussigkeiten von gleichen Brechungsexponenten (z. B. Mischungen von Methylenjodid und Benzol) ist nur selten anwendbar und erscheint wenig genau, da im allgemeinen die Dispersion von Kristall und Flussigkeit erheblich verschieden ist, so daB, wenigstens bei Anwendung von weiSem Licht, das
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genannt haben, ist 24 cm lang. Er wird mit Thermometer nnd Ruhrer zusammen in einem groBen, 2 Liter fassenden Becherglas befestigt, das mit einer geeigneten Badfliissigkeit gefiillt ist. Wenn es sich urn die Untersuchung einer festen Substanz handelt, so wird das .U -Rohr mit Quecksilber , geschmolz