Normen für den Umgang mit bestehenden Tragwerken
✍ Scribed by Eugen Brühwiler
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2006
- Tongue
- German
- Weight
- 62 KB
- Volume
- 101
- Category
- Article
- ISSN
- 0005-9900
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✦ Synopsis
Beim Umgang mit bestehenden Tragwerken verwenden die meisten Ingenieure diejenigen Normen, welche für den Neubau von Tragwerken gelten. Diese Situation ist problematisch, da die "Neubaunormen" für bestehende Tragwerke grundsätzlich nicht oder nur sinngemäß anwendbar sind. Auch führt die Anwendung von Neubaunormen auf bestehende Tragwerke in der Regel zu übertriebenen oder unnötigen Erhaltungsmaßnahmen. Der fachgerechte Umgang mit bestehenden Tragwerken basiert auf einer eigenen Methodik, indem an einem bestehenden Tragwerk detaillierte Informationen gesammelt und damit die maßgebenden Variablen präzisiert werden. Somit wird insbesondere die Tragsicherheit eines bestehenden Tragwerks mit so genannt aktualisierten Einwirkungen und Tragwiderständen möglichst wirklichkeitsnah nachgewiesen. Dadurch kann oft gezeigt werden, daß ein bestehendes Tragwerk ohne Ausführung von Verstärkungen und unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsanforderungen stärker beansprucht werden kann. Diese Methodik wurde über die letzten rund 20 Jahre entwickelt und hat sich in vielen Anwendungen bereits bewährt. Sie ist jedoch bisher leider noch wenig in die Ingenieurpraxis eingedrungen, was dadurch erklärt werden kann, daß keine Normen für bestehende Tragwerke vorhanden sind und sich viele Ingenieure nur dann "bewegen", wenn sie sich auf Normen abstützen können. Aus diesem Grund erarbeitet der Schweizer Ingenieur und Architekten-Verein (SIA) ein Normenwerk für die "Erhaltung von Tragwerken". Dieses Normenwerk besteht zunächst aus der Grundlagen-Norm, welche die Grundsätze und die Vorgehensweise für den Umgang mit bestehenden Tragwerken festlegt. Diese Grundlagen-Norm wird mit einer Serie von Normen ergänzt, welche die wesentlichen Aspekte bestehender Tragwerke betreffend Einwirkungen, Betonbau, Stahlbau, Stahl-Beton-Verbundbau, Holzbau, Mauerwerksbau, Geotechnik und Erdbeben behandeln. Die Arbeiten laufen momentan auf Hochtouren, soll doch das gesamte Normenwerk in zwei Jahren in Kraft gesetzt werden. Auf europäischer Ebene sind -nach Wissen des Schreibers -keine ähnlichen Bestrebungen in Gang. Angesichts der bereits heute großen Bedeutung der bestehenden Bauwerke im modernen Ingenieurbau ist jedoch ein sehr großer und dringender Handlungsbedarf angezeigt, denn der Ingenieur muß auf Fragestellungen wie höhere Nutzlasten, außergewöhnliche Einwirkungen oder die Wiederherstellung und Verbesserung der Dauerhaftigkeit mit effizienten Lösungen reagieren können. Das erwähnte Schweizer Normenprojekt könnte dabei eine Vorreiterrolle einnehmen.
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