N,N-Dimethylharnstoff-verbrückte Diphosphorverbindungen; Struktur eines Spirophosphorans mit λ5-Phosphor als Brückenglied
✍ Scribed by Weferling, Norbert ;Schmutzler, Reinhard ;Sheldrick, William S.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1982
- Tongue
- English
- Weight
- 684 KB
- Volume
- 1982
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-3440
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Abstract
Durch Umsetzung von N,N′‐Dimethyl‐N,N′‐bis(trimethylsilyl)harnstoff mit MePCl~2~ ist das Chlor‐substituierte Diphosphin 1 zugänglich. 1 reagiert mit überschüssigem Hexafluoraceton unter Abspaltung von MePCl~2~ zum Spirophosphoran 3, dessen Struktur durch Röntgen‐Struktur‐analyse bestimmt wurde. Am Phosphor liegt annähernd trigonal‐bipyramidale Geometrie vor. – Durch Umsetzung von 1 mit Tetrachlor‐o‐benzochinon (TOB) wird ein zu 3 analoges Phosphoran 4 erhalten. Enthalogenierung von 1 liefert das Diphosphin 7, das mit einem Äquivalent TOB quantitativ zur λ^3^P – λ^5^P‐Diphosphorverbindung 10 umgesetzt werden kann. Der Versuch, 10 am λ^3^‐Phosphor mit TOB weiter zu oxidieren, führt zur Spaltung der P–P‐Bindung unter Bildung von 4 und eines weiteren Spirophosphorans 9, das formal durch oxidative Addition von zwei Äquivalenten TOB an eine PMe‐Einheit entsteht. 4 und 9 werden auch bei der Umsetzung von 7 mit mehr als einem Äquivalent TOB erhalten. Reaktion von 1 mit Me~2~NSiMe~3~ liefert quantitativ die Diphosphorverbindung 11, die je ein λ^3^‐ und λ^4^‐Phosphoratom in direkter Bindung enthält.