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Nikotinsäure bei Fettstoffwechselstörungen: Molekularer Mechanismus und klinischer Stellenwert

✍ Scribed by Kashan Ahmed; Stefan Offermanns


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
German
Weight
449 KB
Volume
36
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Pharmakologische Dosen von Nikotinsäure führen zu einer anhaltenden Veränderung des Lipid‐ und Lipoproteinprofils im Plasma. Insbesondere die Fähigkeit von Nikotinsäure, die Konzentration von HDL‐Cholesterin deutlich zu erhöhen, hat in den letzten Jahren zu einem gesteigerten Interesse an dem pharmakologischen Potenzial der Nikotinsäure geführt. Eingeschränkt wird der klinische Einsatz von Nikotinsäure durch meist harmlose, aber unangenehme unerwünschte Wirkungen, insbesondere durch das nach oraler Nikotinsäuregabe auftretende Flush‐Phänomen. Mit der Entdeckung des Nikotinsäure‐Rezeptors ist es gelungen, die Mechanismen der metabolischen und vaskulären Effekte der Nikotinsäure besser zu verstehen. Gegenwärtig werden verschiedene Strategien entwickelt und validiert, mit deren Hilfe das pharmakologische Potenzial von Nikotinsäure besser ausgeschöpft werden kann. Durch neuartige Komedikationen sowie durch die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die als Agonisten am Nikotinsäurerezeptor wirken, werden in Zukunft möglicherweise neue Therapieoptionen auf der Basis der pharmakologischen Nikotinsäurewirkungen zur Verfügung stehen.