Nicrofer 5923 hMo, ein neuer hochkorrosionsbeständiger Werkstoff für die Chemische Industrie, die Umwelttechnik und verwandte Anwendungen
✍ Scribed by Dipl.-Ing. R. Kirchheiner; Dr.-Ing. M. Köuhler; Dr.-Ing. U. Heubner
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1992
- Tongue
- German
- Weight
- 857 KB
- Volume
- 43
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Abstract
Es wird ein neuer Nickel‐Chrom‐Molybdän‐Werkstoff, Nicrofer 5923 hMo, Leigierung 59 (Werkstoff‐Nr. 2.4605) vorgestellt, der für härteste Korrosionsbeanspruchungen entwickelt wurde, wie sie in der Chemischen Industrie und in heutigen Umweltschutzsystemen auftreten. Diese Legierung, die im wesentlichen aus 59% Nickel, 23% Chrom und 16% Molybdän besteht, wird mit den bisher gebräuchlichen NiCrMo‐Legierungen C‐4 (Werkstoff‐Nr. 2.4610), C‐276 (Werkstoff‐Nr. 2.4819), 22 (Werkstoff‐Nr. 2.4602) und 625 (Werkstoff‐Nr. 2.4856) verglichen. Die durch die angewendeten Prüflösungen simulierten Bedingungen variieren zwischen stark oxidierenden und reduzierenden Mineralsäuren, verbunden mit unterschiedlich starker Chloridverunreinigung. Es werden darüber hinaus Beständigkeitsdaten in heißer hochkonzentrierter Schwefelsäure und in technisch relevanten Medien der Rauchgasentschwefelung angeführt. Eine breite Übersicht über die Beständigkeit der neuen Legierung in Schwefelsäure und in Salzsäure in Abhängigkeit von Konzentration und Temperatur wird mit Hilfe von Isokorrosionsdiagrammen gegeben. Die Legierung ist in allen diesen Medien sehr korrosionsbeständig.
Unter oxidierenden bedingungen ist die neue Legierung 59 den NiCrMo‐Legierungen C‐276, C‐4 und 22 eindeutig überlegen, ebenso wie in Salzsäure als reduzierendem Medium. Das Zeit‐Temperatur‐Sensibilisierungs‐Diagramm (ASTM G‐28, Methode A) weist für den neuen Werkstoff eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen thermische Einflüsse aus. Er kann somit im geschweißten Zustand ohne nachträgliche Lösungsglühung eingesetzt werden, ohne dabei etwas von seiner hervorragenden Korrosionsbeständigkeit einzubüßen. Die Schweißbarkeit mit arteigenem Schweißzusatz ist problemlos, wie u. a. auch der Varestraint‐Test zeigt.