Neues zum chemischen Transport als Methode zur Präparation und thermochemischen Untersuchung von Festkörpern
✍ Scribed by Reginald Gruehn; Robert Glaum
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2000
- Tongue
- English
- Weight
- 498 KB
- Volume
- 112
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Einen erneuten Anstoû erhielt die Erforschung chemischer Transportvorgänge 1925 durch van Arkel und De Boer. [6,7] Die heute noch anhaltende, sehr intensive Entwicklung setzte um 1950 mit den Arbeiten von Harald Schäfer und seinen Mitarbeitern ein. Erst zu diesem Zeitpunkt wurden Reaktionen wie nach Gleichung (1) als ¹chemische Transportreaktionª (CTR) klar definiert. Es wurden qualitative und vor allem auch quantitative Betrachtungsweisen entwickelt, die unmittelbar verständlich und leicht anwendbar sind. Weitere Fragestellungen zum chemischen Transport sind von Wissenschaftlern aus der Schule von H. Schäfer aufgenommen und fortentwickelt worden (H. Wiedemeier, M. Binnewies, R. Gruehn sowie dessen Schüler R. Glaum; Tabelle 1).
Darüber hinaus hat eine groûe Zahl von Wissenschaftlern, die hier nicht namentlich genannt werden kann, seit Beginn der sechziger Jahre zur Weiterentwicklung des Gebiets beigetragen, indem sie die Transportmethode bei speziellen Fragestellungen eingesetzt und insbesondere zur Gewinnung von Einkristallen für die Röntgenstrukturanalyse herangezogen hat. Aus gegebenem Anlass sei daran erinnert, dass A. Simon, ebenfalls Schüler von H. Schäfer, durch Zuhilfenahme chemischer Transportreaktionen 1964 erstmals analytisch einwandfreie [24] NbCl 2.33 -Kristalle erhalten und so eine abschlieûende Entscheidung gegen die Zusammensetzung NbCl 2 herbeiführen konnte. [25] 2. Chemischer Transport im Labormaûstab 2.1. Experimente in geschlossenen Systemen mit Temperaturgradient Aus der Behandlung des chemischen Transports als experimentelle Laboratoriumsmethode ergeben sich thematische Reginald Gruehn, geboren 1929 in Dorpat (Estland), promovierte 1962 unter der Anleitung von H. Schäfer am Anorganisch-chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 1969 folgte an gleicher Stelle die Habilitation. Von 1970 bis zu seiner Emeritierung 1998 war er Professor für Anorganische und Analytische Chemie am Fachbereich Chemie der Justus-Liebig-Universität in Gieûen. Besondere Schwerpunkte seiner Forschungsinteressen sind chemische Transportreaktionen und die hochauflösende Transmissions-Elektronenmikroskopie zur Strukturuntersuchung.
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