Neuere Kunststoffe in USA für den chemischen Apparatebau
✍ Scribed by Dr.-Ing. Klaus Stoeckhert
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1949
- Tongue
- German
- Weight
- 475 KB
- Volume
- 21
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Infolge des sehr breiten Einsatzbereiches der Kunststoffe erscheint es nicht zweckmaRig, eine Aufgliederung nach Verwendungsgebieten vorzunehmen; denn da ein und derseibe Kunststoff unverandert oder mit nur geringen Abwandlungen den verschiedensten Zwecken dienen kann, wurde so Zusammengehoriges auseinandergerissen. Vorteilhafter ist daher eine Gliederung nach chemischen Gesichtspunkten.
An Literaturstellen sind nur die wichtigsten erwahnt; in-den Originalarbeiten finden sich meist zahlreiche weitere Literaturzitate und -hinweise.
Hartbare Harze
Phenolharze Die Verwendung von s a u r e g e h i i r t e t e m P h e n o lh a r z, das als. Resol mit Asbestfasern zu einer kittartigen Masse vermis'cht, in Formen gestampft und dann in situ gehartet wird, ist in Deutschland als ,,Haveg" seit langerem bekannt. Die gleiche Firma stellt dieses Material auch in den USA her, wo es gern angewandt wird, wenn es sich um die Herstellung oder Verarbeitung korrodierender Flussigkeiten handelt'). Beim Uau von Tanks, Rohrleitungen, Kondensatoren, Kolonnen und . Ce-faBen aller Art stellen diese Phenolharze einen bewahrten Austauschstoff fur Ferrosilicium, Blei, Nickel, Glas, rostfreien Stahl und Kautschuk dar, und zwar nicht nur als Auskleidung, sondern gleickzeitig als Konstruktionsmaterial. Nur groRere Teile als etwa 3 , 5 X 3 X 3 m werden in ein holzernes oder eisernes Tragegerust gesetzt, noch wesentlich groDere aus kleineren Teilen zusammengesetzt. Genaues Einhalten von Abmessungen sowie das Herausarbeiten feiner Formeinzelheiten ist bei diesen Materialien nicht moglich, bei den genannten Verwendungszwecken aber auch nicht notig. Ebensowenig schadet die meist nicht ganz glatte Oberflache und die 'schwarze Farbe. Die Warmeleitfahigkeit und die elektrische Durchschlagsfestigkeit sind gering, so daR man in dieser Hinsicht den Gefallen usw. nicht allzuviel zumuten darf"). Dafur besteht Bestkidigkeit gegen starke Sauren, Alkalien und Losungsmittel auch bei Temperaturen bis zu etwa 130' C. Ferner ist, was einen sehr wesentlichen Vorteil gegenuber Glas und Keramik bedeutet, die Temperaturwechselbestandigkeit gut. Uerartige Phenolharze werden aber nicht nur zum Bau von massiven Behaltern, sondern auch als Kitt zum Verlegen saurefester Steine verwendet3).. Diese Anwendungsart ist gleichfalls in Deutschland nicht unbekannt. Als Fullstoff verwendet man hier keinen faserigen wie Asbest, sondern pulverformige wie Aktivkohle oder Kieselsaure. Diese Kitte erstarren zu kaum porosen Massen mit einer Zugfestigkeit von 70 kg/cm2 und einer Druckfestigkeit von 700 kg/cme. Die Temperaturbestandigkeit reicht bis zu. 180' C, die Korrosionsfestigkeit ist ausgezeichnet; nur stark oxydierende Sauren sowie starke Alkalien' greifen allmahlich an. Bgi der Herstellung geht man normalerweise von 70--80%igen Resolen aus. S c h i c h t p r e 11 s t o f f e, die Phenolharze als Bindemittel enthalten, werden wie im ganzen Maschinenbau als Werkstoff fur Zahnrader verwendet, die aus Hartgewebeplatten in Durchmessern von 5 mm bis zu fast 15 cm spanabhebend herausgearbeitet werden. Abgesehen von den bekannten Vorteilen des gerauscharmen Laufes, des leichten Gewichtes, der einfachen Schmierung und des Nichtleitens von Elektrizitat spielt die Korrosionsfestigkeit in chemischen Anlagen und Betrieben eine bedeutende Rolle4). Zahnrader konnen aber auch aus Phenol-G i e ll h a r z e n gegossen werden und bedurfen dann keiner Nachbearbeitung mehr.
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